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Was bedeutet Over-Provisioning?

Over-Provisioning dient dazu, die Performance und die Lebensdauer einer SSD zu erhöhen. Dabei wird ein bestimmter Speicherbereich nicht zur Datenspeicherung benutzt, sondern für Daten-Management reserviert.

Die Flash-Zellen einer SSD sollten gleichmäßig genutzt werden, sodass der Controller der SSD laufend damit beschäftigt ist, freie Blöcke für zukünftige Schreibvorgänge bereit zu stellen – so werden andauernd Daten bewegt, wozu das Medium genügend Speicherplatz zur Verwaltung und Auslagerung von temporären Daten benötigt.

Je mehr Daten auf dem Laufwerk vorhanden sind, desto problematischer ist es, freie Plätze zu finden. Und hier greift Over-Provisioning ein, indem es Speicherplatz festlegt, auf den weder der Benutzer noch das Betriebssystem Zugriff haben. Dieser Speicherplatz steht ausschließlich dem Controller zur Verfügung – quasi als Arbeitsspeicher. Dieser „Arbeitsspeicher“ hat eine bestimmte Mindestgröße, wodurch Over-Provisioning die Carbage-Collection (die automatische Speicherbereinigung), das Wear Leveling (sucht zum Speichern die am wenigsten benutzten Blöcke) und das Bad-Block-Management (Verwaltung defekter Blöcke) unterstützen kann. Vorhandene Daten können so stabil gesichert und fehlerhafte Blöcke außer Betrieb gesetzt werden.

Over-Provisioning hat direkten Einfluss auf die Leistung der SSD bei großer Last und hoher Ausnutzung des Speichervolumens. Die Bereitstellung des „Arbeitsspeichers“ für Verwaltungsaufgaben bedeutet, dass keine Zeit darauf verwendet muss, Daten für Schreibvorgänge vorzubereiten, vorhandene Daten umzukopieren und die ursprüngliche Quelle zu löschen.