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Was passiert, wenn das Cloud-Backup versagt?

Cloud Services bieten große Vorteile für Unternehmen, die die neusten Technologien nutzen möchten, ohne den damit normalerweise verbundenen finanziellen Aufwand zu betreiben. Durch die immens ansteigenden Datenmengen setzen viele Firmen auf die Cloud, um sich die Kapazitäten zu beschaffen. Gleichzeitig wird der Service der Anbieter zunehmend auch genutzt, um auch die gespeicherten Backups – sozusagen offsite – auszulagern.

Aber bei all dem stellt sich die Frage: Welche Maßnahmen unternehmen die Anbieter, um die Backup-Daten ihrer Kunden zu schützen?

Offsite-Backups: Aus den Augen, aus dem Sinn?

Da die normale Offsite-Datenspeicherung so lange hervorragend funktioniert hat, setzen viel zu viele IT-Administratoren auch bei den Backups ihre ganze Hoffnung auf die Technologie. Es ist ganz menschlich zu glauben, dass wenn es bisher funktioniert hat, dann wird es das auch zukünftig tun. Gerade deshalb weil die genutzten Backup- und der Überspiel-Prozesse automatisch ablaufen und für alle sichtbar erscheinen.

Allerdings stehen die Verantwortlichen der Cloud-Datenzentren vor genau denselben Herausforderungen wie Sie, wenn es um Ausfallsicherheit und Datenverlust geht. Wie genau schützt der Cloud Backup Anbieter Ihre Daten vor einem Verlust? Und was passiert in dem Fall, wenn Sie Ihre Daten in Ihrem Unternehmen verlieren und der Cloud-Anbieter auf seinen Servern ebenfalls einen Datenverlust zu verkraften hat?

Es ist äußerst wichtig zusätzliche Zweit-Backups als integralen Teil Ihrer Bewertungskriterien bei der Wahl eines geeigneten Dienstleisters zu machen. Sie sollten immer nur solche Dienstleister wählen, die auch nachvollziehbare Sicherungs- und Zeitpläne über ihre Backup-Prozesse zum Schutz der Kundendaten veröffentlichen und diese auch in der täglichen Praxis umsetzen.

Das ist kein theoretisches Problem, sondern ein ganz reales und einige Nutzer von Cloud Services haben das bereits erfahren müssen. So mussten Nutzer der Amazon AWS Plattform leider erfahren, dass die Sicherheitsvorkehrungen als Teil der allgemeinen Geschäftsbedingungen vorsahen, dass das Risiko bei einem Datenverlust auf Seiten des Kunden lag.

Wenn alle Stricke reißen…

Wenn Ihr lokales System beschädigt und das Offsite Backup nicht verfügbar ist, haben Sie nur noch einen Weg: Die physikalische Daten-Wiederherstellung von den Servern selbst. Fortgeschrittene Wiederherstellungstechnologien können heutzutage Daten direkt von ausgefallenen RAID Arrays und gelöschten Partitionen extrahieren.

Mit seinen hochspezialisierten Werkzeugen hat Kroll Ontrack Dutzenden von Unternehmen bei der Wiederherstellung ihres Materials im Falle eines existenz-gefährdenden Datenverlusts geholfen. So effektiv die technischen Möglichkeiten von Kroll Ontrack auch sind, sie sind nur als letzter Ausweg gedacht, denn oftmals muss eine Datenrettung offline durchgeführt werden und das bedeutet, dass Ihre Systeme solange die Wiederherstellung läuft, nicht genutzt werden können.

Letzte Warnung

Eine physikalische Datenrettung kann unter Umständen bei einem Cloud Service nicht möglich sein. Da ihre Daten normalerweise auf geteilte – sogenannte shared – Hardware liegen, kann es dazu kommen, dass die anderen Nutzer des Service Ihnen nicht gestatten, auf die betroffenen Festplatten von einem Datenrettungsunternehmen zur Wiederherstellung zugreifen zu lassen. Wenn eine physikalische Datenrettung nicht explizit in den Nutzungsbedingungen aufgeführt ist, können Sie nicht auf diese letzte Möglichkeit einer Datenrettung beim Cloud Anbieter setzten.

Besser vorbereitet sein

Es ist immer gut zu wissen, dass Ihr Unternehmen auch im Falle eines Daten-Desasters noch einige Optionen in der Hinterhand hat, aber eine physikalische Wiederherstellung von Daten aus gelöschten Partitionen ist, wie gesagt, der absolut letzte Weg. Viel besser ist es, eine Backup-Strategie zu implementieren, die die Gefahr eines Datenverlusts bereits im Vorfeld begrenzt.

Cloud Backup Service Dienstleister sind eine sinnvolle und kosteneffektive Möglichkeit, um Ihren ständig wachsenden Datenspeicher-Bedarf zu decken. Wie zuvor ausgeführt, müssen Sie sicherstellen, dass jeder in Frage kommende Anbieter auch einen wirkungsvollen Backup-Prozess eingeführt hat, der auch Ihren eigenen hohen Ansprüchen an die Datensicherheit entspricht. Ansonsten sind Sie unter Umständen doch gezwungen, Ihre Backups weiterhin bei sich im Unternehmen selbst vorzuhalten.

Mehr Informationen zur Cloud finden Sie auch hier

 

Bildquellenangabe: Julien Christ/pixelio.de