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Polizei möchte keine Datenschleudern

Datensammler

Mehrfach haben wir über das Datensammeln und –versenden durch neue KFZs berichtet. Nicht jeder Fahrer möchte aber, dass Informationen über sein Fahrzeug (oder seinen Fahrstil) an den Hersteller oder gar seine Versicherung gesendet werden.

Die unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder und der Verband der Automobilindustrie haben sich jetzt darüber geeinigt, dass Daten, die mit der Fahrzeugidentifikationsnummer oder dem Kfz-Kennzeichen verknüpft werden als personenbezogen anzusehen sind, mithin vom Hersteller nicht erhoben werden dürfen.

Allerdings genügte das der Polizei in Nordrhein-Westfalen nicht. Denn die neuen Streifenwagen (BMW 318d) senden normalerweise über eine fest im Fahrzeug installierte SIM-Karte (embedded SIM) Daten zum Fahrverhalten an BMW: Länge der gefahrenen Strecken, Ziele des Navigationsgerätes und Handydaten angeschlossener Handys. Die nordrheinwestfälische Polizei hat mit BMW vereinbart, dass die eingebauten SIM-Karten beim Netzbetreiber abgemeldet werden und keine Daten an den Hersteller schicken. Nur der reine eCall (112) bleibt möglich, da dieser Notruf ab 2018 für Neufahrzeuge Pflicht ist.

Es wäre eine gute Idee, diese Möglichkeit auch Privatkunden anzubieten.

Bildquelle: fotofan1 / pixabay