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Porentief rein

USB-Stick Wäsche

Der Sicherheitsspezialist Eset hat bei etwa 500 Textilreinigungen in Großbritannien nachgefragt, was so alles nach der Wäsche zurückbleibt. Und das ist eine ganze Menge: Geld und Kondome, Viagra und Mobiltelefone. Auch eine Lasagne und eine tote Ratte wurden in den zu reinigenden Kleidungsstücken gefunden.

Aber Eset interessierte sich für etwas anderes: für USB-Sticks. Die kleinen handlichen Dinger werden gerne in der Kleidung vergessen, ganze 22000 Stück pro Jahr (die Zahlen in Deutschland dürften ähnlich aussehen) werden durch den Reinigungsprozess geschleust. Nur knapp über die Hälfte der Speichermedien konnten ihren Besitzern wieder zurückgegeben werden.

Nun sind Daten, die auf USB-Sticks gespeichert werden, nur in den seltensten Fällen verschlüsselt. Aber häufig sehr privat oder gar sensibel, wenn sie Geschäftliches zum Inhalt haben. Was die kleinen Datenträger so praktisch macht – handlich, einfach zu benutzen – ist hier ihr großes Manko: man ertastet sie schlecht – oder denkt einfach nicht mehr an sie. Und schon sind sie porentief rein.

Nur: auch eine Generalreinigung macht den meisten Flash-Speichern nicht aus. Die Daten bleiben unverändert – und jeder, der einen solchen Stick findet, kann darauf zugreifen.

Bildquelle: RyanMcGuire – pixabay