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Sind Public Clouds empfehlenswert?

Speicherplatz in Public Clouds wird von Providern über das Internet für jedermann angeboten – kostenlos. Nicht nur für die private Nutzung sondern auch für kleine und mittelständische Unternehmen ist das verlockend. Doch wie steht es mit den Risiken?

Die meisten kostenfreien Public-Cloud-Dienste beanspruchen für sich, die Nutzerdaten benutzen zu dürfen. In den AGB findet sich – normalerweise im Kleingedruckten – der entsprechende Hinweis. Der Cloud-Betreiber kann so Nutzerprofile erstellen und verkaufen –  vor allem an Firmen, die auf Online-Werbung spezialisiert sind.

Es gibt auch Anbieter, die sich in den Nutzungsbedingungen die Rechte an allen übertragenen Inhalten sichern. Werden in dieser Cloud Fotos oder Texte, technische Zeichnungen oder Baupläne gespeichert, besteht das Risiko, die Rechte an geistigem Eigentum an den Betreiber des Cloud-Dienstes abzutreten.

In kostenlosen Public-Clouds wird die Infrastruktur in der Regel von mehreren Nutzern verwendet. Zugriffsüberwachung wird so sehr aufwändig und teuer, weshalb viele Anbieter darauf verzichten. Cyber-Kriminelle können so leichter an Passwörter oder sensible Informationen gelangen. Und da Hacker in der kostenfreien Cloud eines großen Providers sehr viele Daten finden können, ist die Gefahr, ausgespäht zu werden hier auch besonders groß.

Für Firmen kann es Probleme mit der Compliance geben. Meist können kostenlose Public-Clouds nicht die gesetzlichen Vorgaben für die Datenspeicherung von Unternehmen erfüllen. Und auch der Staat kann auf die gespeicherten Daten zugreifen, sofern bei dem Provider mehr als 10.000 E-Mail-Konten beziehungsweise Kunden gelistet sind.

Es empfiehlt sich daher, auf die kostenlosen Anbieter zu verzichten und sich besser nach einer Private Cloud umzusehen. Dort ist die Sicherheit meist sehr viel größer. Nur – kostenlos ist das dann nicht mehr.

Bildquelle: pixabay