Go to Top

Quadrooter: Gefahr für Millionen von Android-Geräten

Gefahr für Android

Die Zahl wird immer größer: Durch die von der israelischen Sicherheitsfirma Check Point gefundenen vierfachen Schwachstelle (daher der Name Quadrooter) könnten bis zu 900 Millionen Smartphones und Tablets mit Googles Betriebssystem Android anfällig für Hackerangriffe sein. Schuld ist (wieder einmal) der kalifornische Entwickler Qualcomm, dessen Chipsets in zwei Dritteln aller LTE-Geräte weltweit eingebaut sind.

Über eine speziell präparierte App könnten Angreifer die Geräte vollständig übernehmen, ohne dass der Besitzer etwas davon mitbekommt. Für drei der vier Sicherheitslücken hat Qualcomm bereits Patches veröffentlicht, weswegen Android-User sicherheitshalber die neuesten Betriebssystem-Updates einspielen sollten (eine App zur Kontrolle, ob Ihr Smartphone betroffen ist, stellt Checkpoint auf Googles Play Store bereit).

Es ist allerdings nicht sicher, ob die Updates des Betriebssystems überhaupt installiert werden können – bei einem Teil der Geräte wird es funktionieren, aber bei einem größeren Teil wahrscheinlich nicht. Der Grund liegt in der quelloffenen Struktur des Android-Codes. Jeder kann im Betriebssystem Änderungen vornehmen – und das machen sowohl die Hersteller als auch die Distributoren der mobilen Geräte. Ein Gerät von Samsung benutzt nicht den gleichen Code, der bei Sony-Geräten eingesetzt wird, auch Vodafone und die Telekom passen die das System ihren eigenen Vorstellungen an. Und für jede Version müssen die Patches eigens angepasst werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass in absehbarer Zeit niemand eine korrumpierte App entwickelt, die so interessant ist, dass sie vom Besitzer eines gefährdeten Gerätes heruntergeladen wird.

Bildquelle: Uncalno Tekno / flickr – Lizenz: CC2