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Quantencomputer – gibt´s die schon?

Heutige Computer arbeiten mit zwei Zuständen: Strom an und Storm aus (1 und 0). Das ist ein Bit, entweder an oder aus, ja oder nein, schwarz oder weiß, hell oder dunkel…

Beim Quantencomputer ist das ein wenig komplizierter. Ein Quantenbit (Qubit genannt) kann gleichzeitig die Zustände 0 und 1 annehmen (allerdings mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten). Und alle Zustände dazwischen. Diese Zustände lassen sich als Punkte auf der Oberfläche einer Kugel darstellen, genannt Bloch-Kugel (siehe unser Bild oben). Wobei die 0 am Nordpol, die 1 am Südpol lokalisiert ist.

Darüber hinaus sind in zukünftigen Quantencomputern die Qubits „verschränkt“, was bedeutet, eine Änderung an einem Qubit hat eine Änderung an jedem mit ihm verschränkten Qubit zur Folge.

Genug der Theorie, mehr davon will keiner lesen, verstehen können es sowieso nur herausragende Köpfe.

Nur so viel: könnte man eine „Quantencomputertaschenuhr“ bauen, würden bei ihr die Zeiger gleichzeitig vorwärts und rückwärts laufen.

In der Konsequenz bedeutet das, ein Quantencomputer kann schneller rechen. Nicht das kleine Einmaleins, am besten ist er bei „Näherungen“, wir Menschen sagen dazu „Ausprobieren“.

Als Beispiel: Ein Vertreter hat im Laufe eines Jahres 1000 Kunden zu besuchen. Wie kann er das am schnellsten und mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch erledigen? Bei solchen Problemen kann ein Quantencomputer sehr schnell sein. Oder auch beim Erraten von Passwörtern. Wofür ein Supercomputer heute 150 Jahre braucht, soll einen Quantencomputer gerade mal eine Sekunde beschäftigen – zumindest in der Theorie.

Denn in freier Wildbahn wurde bisher noch kein echter funktionsfähiger Quantencomputer gesichtet…