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Auch Regierungen werden angegriffen

Bundestag Hack

Cybergangster werden immer dreister – und erfolgreicher. Was haben wir diese Jahr schon gehört und gelesen: erfolgreiche Angriffe auf Sony Pictures, das amerikanische State Department und das Weiße Haus,  auf den französischen TV-Sender TV5 Monde, den deutschen Bundestag, das „Personalbüro“ der US-Regierung und die amerikanische Steuerbehörde IRS. Bei letzterem wurden nicht nur Steuerdaten von 100 000 US-Bürgern sondern auch mal schnell 39 Millionen Dollar geklaut.

Im Office of Personnel Management (OPM) klauten Hacker hochsensible Daten von bis zu vier Millionen ehemaligen oder momentanen Angestellten der US-Regierung – welche Daten genau gestohlen wurden ist angeblich nicht bekannt.

Der Hackerangriff auf den französischen TV-Sender TV5 Monde durch die ISIS legte für Stunden nicht nur die Website sondern gleich den gesamten Sendebetrieb lahm, bei Sony Pictures in Hollywood klauten sie E-Mails, finanzielle Informationen, Verträge und Privatadressen von Stars und Sternchen. Die Firma musste alle Rechner herunterfahren und Angestellte nach Hause schicken.

Der Cyberangriff auf den Bundestag dauert nun schon vier Wochen, aber genauere Informationen über gestohlene Daten sind nicht zu bekommen. Angeblich sei das „ganze Netz infiziert“, die eingeschleusten Trojaner sind anscheinend immer noch aktiv. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) glaubt, dass das Netz gegen den Angriff nicht mehr verteidigt werden könne, es müsse aufgegeben werden. Es wird diskutiert, ob alle 22000 Rechner ausgetauscht werden müssen.

Aber nicht nur große Firmen oder gar Regierungen müssen einen Hackerangriff fürchten. Auch Mittelständler und Kleinunternehmer geraten immer öfter ins Visier von Cyberkriminellen. Wer sich bisher wenig Gedanken um die Sicherheit des Firmennetzwerks gemacht hat, sollte schleunigst damit anfangen. Angefangen beim Betriebssystem, denn häufig ist noch Windows 95 im Einsatz, damit haben Hacker heutzutage leichtes Spiel. Die beste Alternative wäre Linux. Eine starke Firewall sowie ein gutes und aktuelles Virensschutzprogramm sollten auf alle Fälle vorhanden sein. Und verkneifen Sie sich bitte, auf Ihrem Rechner eine Textdatei mit den wichtigsten Passwörtern abzuspeichern. Das passiert häufiger, als man denkt – auch mit dem passenden Dateinamen „passwort.txt“.

Bildquelle: shaendle / pixabay