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Resilienz in der Cloud?

Ein  Merkmal der Cloud scheint ihre Resilienz zu sein, d. h. sie besitzt die Fähigkeit, nach einem Zwischenfall schnell „wieder auf die Füße zu kommen“.

Die Vorteile der resilienten Cloud, und was sie nicht leisten kann

Die Resilienz der Cloud ist ein Methode, die Infrastruktur und den Datenfluss in einer „Krisensituation“ an die Umstände anzupassen. Die aus virtuellen Servern bestehende Infrastruktur ist so konzipiert, dass sie sich bei starken Schwankungen von Rechnerleistung und Datenvolumen flexibel zeigt und gleichzeitig die ortsunabhängige Nutzung von unterschiedlichen Endgeräten wie Tablets, Smartphones, PCs usw. ermöglicht. Ein Beispiel: Sie haben gerade Ihr Laptop verloren, auf dem alle Ihre Daten gespeichert sind, die Sie mit der Cloud synchronisiert haben? Keine Panik! Sie benötigen nur Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort, um im Handumdrehen alle Daten auf einem neuen Laptop wiederherzustellen. Die Resilienz der Infrastruktur und der Daten ist dabei also gewährleistet.

Im Arbeitsalltag könnte dies Ihr geschäftliches Mailsystem oder auch Ihre üblichen Arbeitsdokumente betreffen. Das Prinzip so einer synchronisierten Cloud ist interessant, da nicht nur Ihr neuer PC innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit ist, sondern Sie auch jederzeit und überall  mit Ihrer Arbeit fortfahren können. Denn alle Ihre Geräte (der PC im Büro, Ihr Tablet oder Ihr Smartphone) sind bereits mit den Daten synchronisiert, die Sie für Ihre Arbeit benötigen.

Der  Zugriff auf die Daten erfolgt dabei über ein leicht zugängliches Netzwerk: das World Wide Web bzw. das Internet, mit dem man sich über ADSL, das Unternehmensnetzwerk, 3G, 4G, Wi-Fi usw. verbinden kann. Sobald eine Verbindungen zur Verfügung steht, kann der Benutzer, unabhängig davon, wo er sich gerade befindet, sofort mit seiner Arbeit fortfahren.

Aber diese schöne Welt der Cloud bringt leider nicht nur Vorteile. Ein Risiko beispielsweise birgt der kinderleichte Datenzugriff, ein Benutzername und ein Kennwort reichen nämlich aus. Aber auch da gibt es Möglichkeiten, um den Datenschutz maßgeblich zu erhöhen: Im Falle von streng vertraulichen Daten können zusätzliche Zugriffsmodi, sogenannte „Multi-Faktor-Authentifizierungen“, dafür sorgen, dass ausschließlich Sie unter Ihrem Benutzernamen und Kennwort und einer zusätzlichen materiellen Identifizierung eines Ihrer Speichergeräte (wie z. B. ein Smartphone  oder USB-Speichergerät) auf die Daten zugreifen können. Dieses Speichergerät können Sie dann wie einen zweiten zusätzlichen Schlüssel an Ihr Zugangsendgerät (z. B. Ihren PC) anschließen. Außerdem können Sie einen Standort festlegen, von dem aus auf die Daten zugegriffen werden darf.

Da meist nicht alle Kriterien für eine hohe Resilienz erfüllt werden können, muss man in der Praxis mit Einschränkungen leben. Um die Resilienz der Endgeräte zu gewährleisten, müssen die Daten, über die ein Endgerät verfügen kann, optimal geschützt werden. Wenn Sie alle Daten in der Cloud über ein Endgerät löschen, z. B. infolge einer fehlerhaften Handhabung oder eines Angriffs, kann die Infrastruktur die Daten nicht wiederherstellen, wenn zum gegebenen Zeitpunkt nicht mindestens eine Sicherungskopie zur Verfügung steht. Bei der Auswahl einer SaaS-Lösung muss dieses Backup gewährleistet sein, wenn Sie dieses nicht selbst bereitstellen.