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Sensible Daten erwünscht

Sensible Daten

Kostenlose Apps fürs Smartphone sind eine feine Sache. Kaum jemand macht sich aber Gedanken, wieso die hilfreichen, nützlichen oder einfach nur netten Programme nichts kosten.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat sich schlau gemacht und sich die Apps des Google Play Store näher angeschaut. Das Ergebnis: jede zweite Gratis-App lässt sich nur installieren, wenn man ihr Zugriff auf sensible Informationen einräumt.

Die ZEW-Wissenschaftler identifizierten 136 unterschiedliche Rechte, die die Apps einfordern, davon 14, die man als problematisch für den Schutz der Privatsphäre einstufen muss. Die meisten Benutzer wird es nicht stören, wenn eine App den Aufenthaltsort des Nutzers erfassen will. Allerdings gibt es vor allem bei älteren Semestern etliche, die sich nicht andauernd überwachen lassen wollen. Auch das Recht, das Smartphone mit einer eindeutigen ID zu identifizieren, mag nicht wirklich gefallen. Ganz und gar nicht akzeptabel sollte aber die Freigabe sein, dass eine App Daten über das Internet verschicken darf – wobei nicht einmal gesagt wird, an wen welche Daten verschickt werden dürfen (es können durchaus bei der einen oder anderen App ein gutes Dutzend Empfänger irgendwo auf der Welt sein). Und den Zugriff auf das Adressbuch des Smartphones möchte man Unbekannten gleich gar nicht gewähren.

Wer bei der der Installation einer App genau darauf achtet, welche Rechte das Programm einfordert, wird feststellen, dass kostenlose oder sehr günstige Apps eine große Zahl an Freigaben fordert. Akzeptiert man das nicht, wird die Installation verweigert. In diesem Fall sollte man sich besser eine andere, teurere App suchen. Denn es ist wahrscheinlich vernünftiger, mit Geld zu bezahlen anstatt mit den eigenen sensiblen Daten.

Bildquelle: MariusMB / pixabay