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Sicherheitsexperten gesucht

Die NSA-Affäre hat auch ihr Gutes: Unternehmen wollen sich vermehrt um die Sicherheit ihrer Firmennetzwerke kümmern. Daher sind momentan fast 40 000 IT-Stellen zu besetzen – Hacker gibt es ja nicht nur von staatlicher sondern auch von privater Seite.

Heute geben mehr als zwei Drittel aller Unternehmen an, dass dem Thema Datensicherheit große Aufmerksamkeit gewidmet wird – das zeigt eine neue Studie des European Information Technology Observatory (EITO).

Nur noch zwei Prozent der Unternehmen halten IT-Sicherheit für bedeutungslos. Allerdings haben viele Firmen bei der Sicherheit ihrer IT großen Nachholbedarf. So ist die Nachfrage nach Spezialisten in der IT-Sicherheit und im Datenschutz ist in den vergangenen drei Monaten um 30 Prozent gestiegen. Das Bewusstsein, dass Unternehmen durch Hackerangriffe wertvolle Informationen preisgeben können, wurde geschärft und viele Unternehmer wissen inzwischen Bescheid über die technischen Möglichkeiten, mit denen Daten abgegriffen werden können. Datensicherheit und -schutz sind inzwischen wichtige Bestandteile bei vielen IT-Projekten und werden bereits bei der Planung mit berücksichtigt.

So ist es nicht verwunderlich, dass IT-Sicherheitsexperten zurzeit mit die gefragtesten Spezialisten überhaupt sind. Die Karrierechancen sind gut – vorausgesetzt, man verfügt über die richtige Ausbildung. Gesucht werden vor allem hochqualifizierte Experten, Quereinsteiger haben es wegen der hohen Komplexität in der Branche schwer. Einige Hochschulen haben sich darauf eingestellt und bieten spezielle Studienangebote für IT-Sicherheit oder digitale Forensik an. Ab 2014 werden etliche berufsbegleitende Ausbildungsprogramme starten, die meisten werden online angeboten.

Allerdings wird eine einmalige Ausbildung nicht genügen, da die Gefährdungslage sich ständig ändert. Die Bereitschaft zur Weiterbildung muss ebenso vorhanden sein wie ein Gefühl für systemübergreifende Zusammenhänge.