Go to Top

Smartphones & Tablet-Entsorgung und -Recycling: Wie Sie Ihre Daten auf mobilen Geräten schützen – Teil 1/3

Das starke Interesse der Kunden an mobilen Endgeräten bringt immer mehr Hersteller dazu, weitere neuen Smartphone- und Tablet-Modelle auf den Markt zu werfen, die mit immer besseren technischen Spezifikationen und anspruchsvollerem Design aufwarten.

Die Entwicklung der Geräte-Gattung über die Jahre hinweg ist beeindruckend. Das erste „nicht-intelligente“ Handy war ein schweres und unhandliches Gerät, mit dem man nur in der Lage war zu telefonieren. Heute sind die Geräte echte Taschencomputer, die immer mit dem Internet verbunden und deutlich kleiner, leichter und noch viel einfacher mitzuführen sind.

Ein digitaler Speicher der permanent wächst und geschützt werden muss

Nach den neuesten Studien, die vom Marktforschungsinstitut für den Smartphone-Markt durchgeführt wurde, überstiegen die weltweiten Verkaufszahlen von Smartphones in 2014 die Milliarden-Grenze, genauer gesagt erreichten sie 1,2 Milliarden Geräte. Das entspricht einem Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zu 2013, wo „nur“ 970 Millionen Smartphones weltweit verkauft wurden. 1

Der Tablet-Markt läuft dagegen nicht ganz so außergewöhnlich. Gartner berichtet von 216 Millionen verkauften Geräten in 2014 und schätzt ein relativ geringes Wachstum für dieses Jahr mit 233 Millionen und 259 Millionen Stück in 2016. 2

Insgesamt gehen die Experten jedoch davon aus, dass 50 Prozent aller Anwender bereits in drei Jahren, im Jahr 2018, Smartphones und Tablets als vorwiegend genutztes Gerät für die Online-Arbeit wählen werden. 3

Möglichwerweise unterschätzen viele private Nutzer , welche beeindruckende Fülle an Informationen über unsere persönlichen und beruflichen Lebensumstände auf diesen Geräte gespeichert sind und dass diese Daten sehr sorgfältig geschützt werden müssen. Vor allen Dingen, wenn wir uns entscheiden unser Gerät durch einen neueren, noch besseren, Alleskönner zu ersetzen.

Recycling und Entsorgung: Der Markt für überholte Geräte

Wenn wir uns zu einem Kauf des neuesten Modells eines Smartphones oder Tablets entschließen, wird unser altes Gerät oft verschenkt oder verkauft, da es meist noch voll funktionsfähig und nicht älter als gerade mal zwei oder drei Jahre ist.

Die technologische Alterung dieser Geräte ist enorm schnell: Neue Versionen der Betriebssysteme für die mobilen Einheiten erfordern häufig Änderungen an der eingesetzten Hardware, gleichzeitig verstärken die Hersteller ihre Anstrengungen immer noch leichtere und höher aufgelöste Bildschirme einzubauen. Die Folge ist, dass der Anwender schnell von seinem eigenen Gerät gelangweilt ist.

Allerdings gibt viele Menschen, die daran interessiert sind, gebrauchte, nicht-allerneuste Smartphones und Tablets zu kaufen. Es gibt einige Geschäfte, die dem ehemaligen Besitzer sein Gerät mit abkaufen oder dass die Hersteller einen Rabatt für das neue Modell anbieten, wenn der Käufer sein altes Gerät in Zahlung gibt. Im Handel nennt sich dieser Vorgang „Junk-Trade“, obwohl die Geräte kaum Schrott-Status besitzen. Die meisten dieser Geräte, die noch in sehr gutem Zustand sind, werden technisch überprüft, um sicherzustellen, dass sie in „Top-Form“ sind und dann als „Gebrauchtware“ wieder verkauft: Ein toller Ansatz, denn sie hilft beim Schutz der Umwelt und verringert die Masse an Elektroschrott.

Tatsächlich wächst der Markt von überholten mobilen Geräten schnell.

Gartner schätzt, dass bis zum Jahr 2017 120 Millionen instand gesetzte Geräte mit einem Handelsvolumen von 14 Milliarden Dollar verkauft werden. 4 Das ist eine interessante Wachstumsrate, wenn man bedenkt das Gartner im Jahr 2014 ein Handelsvolumen von 56 Millionen Geräten und nur einen Umsatz von 7 Milliarden Dollar registrierte.

Welche Daten sollte man schützen?

Kein Anwender wäre glücklich darüber, dass ein Käufer der alten Geräte unbegrenzten Zugang zu allen Daten, die man darauf gespeichert hat, erhält. Aber genau das passiert, wenn man sich nicht die Mühe macht, alle Inhalte auch lückenlos zu entfernen.

Wenn man also nicht eine komplette Datenlöschung durchführt, lässt man zu, dass jemand alle Fotos, alle Kontakte des Adressbuchs, SMS-Nachrichten, E-MailsKorrespondenz oder alle angehängten Dokumente einsehen kann… also im Grunde alles, was im Gerät gespeichert wurde – selbst die intimsten und vertraulichsten Daten.

Im schlimmsten Fall kann man dabei auch die Kontrolle über Konten und Passwörter inklusive Kreditkarten-Daten, die man bei Online-Einkäufen mit einigen Anwendungen verknüpft hatte, verlieren.

Für Unternehmen, die das Löschen aller Inhalte von mobilen Geräten ihrer Angestellten vernachlässigen, könnte das bedeuten, dass es zu einem unkontrollierten Zugriff auf Daten von Kunden und Lieferanten kommet.Genauso riskieren sie eine ungewollten Offenlegung von Informationen über Aufträge und Projekte, Geschäftsgeheimnisse, E-Mail-Korrespondenz und anderes proprietäres und vertrauliches Material.

Die einzige Möglichkeit sich und andere zu schützen ist deshalb, alle Spuren der digitalen Daten dauerhaft zu beseitigen. Aber wie?

Im zweiten Teil dieses Artikels erfahren Sie, wo Informationen auf Smartphones und Tablets gespeichert werden und wie man Daten vor ungewollten Zugriff schützt.

Quellen:

Bildnachweis: Cristine Lietz  / pixelio.de