Go to Top

Studie über Datenverlust

Eine neue globale Studie zum Thema Datenverlust wurde von Kroll Ontrack, dem Experten für Datenrettung und E-Discovery veröffentlicht. Von 1.066 Befragten war bei 72 Prozent ein Crash der Festplatte (HDD) die häufigste Ursache für Datenverlust. SSDs waren in 15 Prozent der Fälle schuld, RAID bzw. virtuelle Dienste in immer noch 13 Prozent aller Fälle. Das zeigt, dass jede Speicherart für Datenverluste anfällig ist.Allerdings werdenHDDs häufiger eingesetzt, weil sie kostengünstig sind und sich im Einsatz bewährt haben. Daher betreffen die meisten Datenverluste traditionelle Festplatten.

Für 66 Prozent der befragten Studienteilnehmer sind technische Defekte die Hauptursache für Datenverlust – 2010 war dies bei gerade einmal 29 Prozent der Fall. Die Zahl der Datenverluste, die auf menschliches Versagen zurückzuführen waren, ist dagegen um fast die Hälfte gefallen, von 27 auf 14 Prozent. In sechs Prozent der Fälle waren Software-Fehler der Grund für Datenverlust.

Die häufigste Ursache für den Verlust wichtiger Daten im privaten und geschäftlichen Umfeld (72 bzw. 71 Prozent) liegt im Versagen der Festplatte von Notebook oder Desktop-PC. Geräte mit SSDs (wie Tablets oder Ultrabooks) sind zu 18 Prozent (Privatanwender) und zu 10 Prozent (Unternehmensanwender) für Datenverluste verantwortlich.

Generell muss man sagen, dass Datenspeicher beschädigt werden können, egal welcher Art sie sind. Es ist nicht die Frage ob, sondern, wann es zu einem Defekt kommt. Da HDD-Festplatten die am häufigsten eingesetzten Massenspeicher sind, sind logischerweise auch HDD-Crashes die Hauptursache für Datenverlust. Zur Vorbeugung sollte man regelmäßig sein Laufwerk defragmentieren – allerdings nie bei SSDs, dort erhöht es den Verschleiß signifikant. Auch die Laufwerkskapazität sollte regelmäßig überprüft und Antiviren- und Festplatten-Monitoring-Software benutzt werden. Funktionierende Backup- bzw. Austauschlaufwerke sollten vorhanden sein, sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftsanwendern. Für Unternehmen sollte darüber hinaus ein stets auf dem Laufenden gehaltener Notfallplan erstellt sein.

Gerade für Unternehmen kann ein Datenverlust unangenehme Folgen haben. 27 Prozent der Befragten gaben an, ihr jüngster Datenverlust habe einen Geschäftsprozess gestört. Weitere 15 Prozent gaben an, private Daten von einem Geschäftscomputer verloren zu haben und sieben Prozent hatten geschäftliche Daten von einem Privatrechner verloren. Das zeigt, dass die Zahl der Speicherorte steigt. Geschäftskritische Daten sind nicht nur mehr auf geschäftlichen Laufwerken, sondern auch auf privaten in Gefahr.