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Tape-Management: Weit mehr als schlichtes Überprüfen von Magnetbändern…

Die Ergebnisse der aktuellen Kroll Ontrack Studie zum fahrlässigen Umgang deutscher Unternehmen mit ihren digitalen Tape-Schätzen hat offensichtlich einen Nerv getroffen und eine breite Diskussion in den Medien angeregt. Mehr als 600 Beiträge zur Berichterstattung finden sich allein im Heise-Newsticker. Und weitere IT-Medien haben das Thema dankbar aufgenommen. Bei den Kommentaren zeigt sich: Vielen Lesern und IT-Spezialisten ist zwar die Problematik bewusst, Fehler im Umgang mit Archiv- und Backup-Bändern machen aber immer die anderen. Auch haben viele Leser den Artikel über den fahrlässigen Umgangs mit Magnetbändern – fast ein Fünftel der befragten Firmen verfügen beispielsweise nicht mehr über die passende Software und Hardware zur Wiederherstellung der Daten – offensichtlich als Werbung für die Nutzung von Festplatten in Archiv-und Backup-Storage-Systemen missverstanden.

Das ist aber ganz und gar nicht der Fall! Im Gegenteil bieten gerade Magnetbänder viele Vorteile, die weder Hard Disks noch SSD-Speicher vorweisen können: Mit bis zu dreißig Jahren eine deutlich längere Lebensdauer als alle anderen Speichermedien, im Verhältnis zum Speicherplatz geringe Kosten pro Medium und problemloses Archivieren der Medien im Archiv. Vorteile, die kein anderes derzeit auf dem Markt verfügbares Speichermedium bietet.

Allerdings – und das ist die Kernaussage der Umfrage – müssen auch bei Magnetbändern Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit diese auch noch nach Jahren zuverlässig ausgelesen werden können: So müssen für alle genutzten und im Archiv gelagerten Tape-Varianten auch noch Jahre später die passende Legacy-Soft- und Hardware vorgehalten werden. Mindestens einmal im Jahr sollten die Magnetbänder und die Bandmaschinen auf Funktionsfähigkeit getestet werden. Und schließlich sollten die Bänder an einem trockenen und nicht zu heißen Ort gelagert werden, damit sie nicht „verwittern“.

Damit sind erst einmal die minimalen Grundvoraussetzungen für die Langlebigkeit des Backup- und Archivspeichers erfüllt. Meistens zeigen sich die eigentlichen Schwierigkeiten erst nach einigen Jahren. Denn – und das ist vielen Verantwortlichen nicht bewusst – Archivierung mit Magnetbändern benötigt neben der permanenten Überprüfung der Medien auch ein passendes Tape-Management und eine Einbettung der Magnetbänder in die gesamte Archivierungs- und Backup-Strategie. Wenn diese Einbettung nur unzureichend vorgenommen wurde und beispielsweise Prozesse nicht ausreichend umgesetzt werden, fangen die Schwierigkeiten an.

Durch die Langlebigkeit des Mediums kommen Probleme ans Tageslicht, wenn die ehemaligen Verantwortlichen längst das Unternehmen verlassen haben: Neben den genannten „physikalischen“ Fehlerquellen fehlen den Nachfolgern oft wichtige Informationen über den Inhalt der gelagerten Magnetbänder. Dokumentationen über die verwendeten Software oder Hardwarelösungen sowie Kataloge und Indexierungen über die gespeicherten Dateien fehlen teilweise völlig oder sind nicht ausreichend.

An dieser Stelle kommt Kroll Ontrack ins Spiel: Die in der ganzen Welt vertretenen Datenrettungsspezialisten bieten neben der Wiederherstellung von defekten Tapes auch spezielle Tape-Management-Dienstleistungen an, die Unternehmen vor einem unbeabsichtigten Datenverlust von ihren Magnetbändern bereits im Vorfeld schützen. Dazu zählen zum einen die Möglichkeit vorhandene Bänder in regelmäßigen Abständen prüfen und ihre Lesbarkeit zertifizieren zu lassen und zum anderen, die Bänder katalogisieren und indexieren zu lassen.

Bei diesem speziellen Kroll Ontrack Angebot können bei Bedarf in einem weiteren Schritt benötigte Daten ausgelesen und dem Unternehmen schnell und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden. Der Vorteil liegt darin, dass damit Unternehmen die notwendige Legacy-Software zur früheren Archivierung und Backups und die Bandmaschinen-Hardware nicht mehr vorhalten müssen. Teure Software-Lizenzgebühren und Kosten zur Hardware-Bereitstellung entfallen völlig. Gleichzeitig werden rechtliche oder interne Compliance-Anforderungen der Unternehmen vollständig erfüllt, ohne dass sich die IT-Abteilung um die konkrete Umsetzung kümmern muss. So hilft Kroll Ontrack Unternehmen bei der aktiven Ausgestaltung Ihres Tape-Managements und bereits lange, bevor es zum einem konkreten Datenverlust bei einem Tape- oder Hardwareausfall gekommen ist.

Die gesamte Studie finden Sie hier.