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Techno-Stress

TechnostressWer kennt das nicht: man hat die letzten Stunden an der Studienarbeit, einer wichtigen Präsentation oder der Bildretusche gearbeitet – und plötzlich geht nichts mehr. Maus und Tastatur reagieren nicht. Der Computer ist abgestürzt. Und: die Arbeit wurde zwischendurch nicht gesichert.

Was jetzt passiert ist den Wissenschaftlern unter dem Begriff „Technostress“ bekannt – Aggressionen, Schweißausbrüche, Panik …. STRESS!

Wie man heute weiß, hat Stress (vor allem chronischer Stress), negative Auswirkungen auf den Menschen, sowohl auf den Körper als auch auf die Psyche. Bluthochdruck und Herzinfarkt, Schlaganfall und Magengeschwüre, aber auch depressive Erkrankungen und Burnout können die Folgen sein.

Die heutige Technologie fördert Technostress. PC und Notebook, Tablet und Smartphone – überall werden IT-Geräte benutzt, am Arbeitsplatz und auch im privaten Umfeld.

Jetzt hat eine Gruppe von Wissenschaftlern an der FH Oberösterreich das Phänomen Technostress genauer untersucht. Besonderes Augenmerk wurde auf die Problematik gerichtet, ob bei Aufgaben unter Zeitdruck ein Computerabsturz Frauen oder Männer stärker unter Stress setzt – eine solche geschlechterspezifische Fragestellung wurde bisher eher selten als Forschungsvariable berücksichtigt. Das Geschlecht von Benutzern spielt zum Beispiel bei Forschungen zur Gebrauchstauglichkeit (Usability) von Programmen oder Websites kaum eine Rolle.

In Österreich fand man heraus, dass bei obiger Fragestellung das sympathische autonome Nervensystem bei Männern stärker aktiviert wird als bei Frauen. Einfach ausgedrückt: bei der Lösung von Aufgaben unter Zeitdruck sind im Falle eines Computerabsturzes Männer stärker gestresst als Frauen.

Es wäre also angebracht, über unterschiedliche Strategien für Männer und Frauen zur Bewältigung von Technostress nachzudenken – weiterführende Forschungsprojekte dazu sind zumindest in Planung.