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Trends und Prognosen für SSDs

2013 war für Solid-State-Drives ein recht ereignisreiches Jahr. Hier ein kurzer Überblick, was uns von Kroll Ontrack bemerkenswert erschien:

  1. Der Verkauf von SSD und anderen Flash-Speichern hat durch sinkende Preise zugenommen und nähert sich den konventionellen Speicherlaufwerken (HDD) an.
  2. Kroll Ontrack hat 2013 im Sektor SSD einen Anstieg der Datenrettungsaufträge auf fast 10% aller Aufträge zur Datenrettung verbucht.
  3. Kroll Ontracks Ingenieure wurden durch neue Hardware gefordert. Die immer beliebter werdenden Hybrid-Festplatten beispielweise enthalten sowohl SSD als auch HDD Komponenten. Darüber hinaus sind sie lernfähig: Daten, auf die häufig zugegriffen wird, werden auf der schnelleren SSD abgelegt, weniger genutzte Daten auf dem langsameren Magnetspeicher. Flash-basierter Speicher wird auch als Cache eingesetzt.
  4. Der Mythos, SSDs seien immun gegen Datenverlust, wurde endgültig zu Grabe getragen.

Vorhersagen für das Jahr 2014 sind ein wenig komplizierter. Wenn man schon so lange in der Datenrettung tätig ist wie Kroll Ontrack, weiß man, dass sich die Dinge fast täglichen ändern können. Aber folgendes lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit vorhersagen:

  1. Die Preise für SSDs werden weiter fallen und die Speicherkapazität wird ebenso ansteigen wie die Akzeptanz des Speichermediums.
  2. Großer SSD-Hersteller werden die kleineren übernehmen.
  3. Hersteller werden enger mit Datenrettungsunternehmen zusammenarbeiten, um die Chancen zu erhöhen, verlorene Daten retten können.
  4. Kroll Ontrack sieht bei größerer Verbreitung der SSD einen Anstieg der Datenrettungs-Aufträge im SSD-Bereich – eine Steigerung um 15% ist sicher nicht zu hoch gegriffen.