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Trotz Backup können Daten verloren gehen

Backup

Ergebnisse der weltweiten Umfrage von Kroll Ontrack zum Backup-Verhalten.

Der jährlich wiederkehrende World Backup Day am 31. März gibt immer wieder Anlass dazu, über das eigene Backup-Verhalten nachzudenken und eventuelle Schwachstellen aufzudecken. Für viele ist das Backup nur eine lästige Routine. Im Ernstfall auf ein funktionierendes Backup zurückgreifen zu können, kann aber ein sehr beruhigendes Gefühl sein – für Privatpersonen genauso wie für Unternehmen.

Die Ergebnisse der weltweiten Umfrage von Kroll Ontrack zeigen auch in diesem Jahr wieder die Aktualität dieses Themas. Die interessantesten Erkenntnisse aus der Umfrage möchten wir gerne mit Ihnen teilen.

Trotz des hohen Aufwands geben zwei Drittel der Befragten an, eine Vollsicherung durchzuführen. Nur ein Viertel bevorzugt eine ökonomischere inkrementelle Daten-sicherung. Besonders beliebt ist eine Datensicherung in der Cloud – im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Anzahl der Cloud-Backup-Nutzer auf über 30 Prozent verdoppelt. Dass Tape als Backup-Medium wieder beliebter wird, beweist ebenfalls eine Verdopplung der Anwender, die ihre wertvollen Daten auf Magnetband ablegen. Der überwiegende Teil der Nutzer (44 Prozent) erstellt täglich ein Backup, mehr als 18 Prozent der Teilnehmer sichern ihre Daten einmal in der Woche, 16 Prozent immerhin einmal im Monat.

Dennoch verzeichnete ungefähr ein Drittel der 1.000 befragten Kunden aus Europa, Nordamerika und Australien einen Datenverlust im letzten Jahr. Immerhin 35 Prozent der vom Datenverlust Betroffenen konnten nach eigener Aussage nicht auf ein aktuelles Backup zurückgreifen. Positivere Zahlen gibt es bei der Wiederherstellungsrate: 67 Prozent derjenigen, die einen Datenverlust erlitten hatten, konnten die Daten nahezu vollständig wieder einspielen, 13 Prozent konnten drei Viertel der verlorenen Daten zurückholen, für 12 Prozent sah es leider düsterer aus, das Backup war korrumpiert und die Daten nicht mehr zugänglich.

Eine mögliche Erklärung für Datenverluste trotz Backup ist dessen System. Sind nicht alle Endgeräte darin eingebunden, können Daten auf diesem Weg verloren gehen. Um eine zuverlässige Sicherung zu gewährleisten, müssen auch mobile Datenträger wie Mobiltelefone oder Notebooks mit dem Sicherungsserver verbunden sein.
„Speichermedien verarbeiten immer mehr Daten in immer kleineren und komplexeren Systemen – das bedeutet für IT-Teams nicht nur einen erheblichen Zeitaufwand für die eigentliche Datensicherung. Auch die Überprüfung, ob die Sicherung richtig arbeitet, kostet Zeit. Dieser Aufwand bedeutet einen erheblichen Balance-Akt für die IT-Teams“, sagt Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack.

Backup schützt nicht vor Datenverlust

Trotz des erhöhten Bewusstseins für die Notwenigkeit einer wasserfesten Datensicherung, kann ein unvorhergesehener Datenverlust passieren.

Kroll Ontrack empfiehlt dabei die folgenden Maßnahmen, um beim Backup die optimalen Resultate zu erzielen:

Wahl einer geeigneten Backup-Lösung

Man sollte sich die Zeit nehmen, in eine geeignete Backup-Lösung zu investieren und einen Sicherungsplan für alle ausgewählten Geräte zu erstellen.

Automatische Datensicherung

Empfehlenswert ist mindestens einmal täglich eine Datensicherung durchzuführen. Schon der Verlust von sensiblen Daten, die an nur einem Tag oder in wenigen Stunden erstellt wurden, kann großen Schaden anrichten.

Regelmäßige Kontrolle

Besonders sicher ist die Verwendung einer Software, die Ihnen automatisch einen Bericht über den Erfolg der Backup-Erstellung per E-Mail sendet. Eine Überprüfung kann so zeitnah und unkompliziert erfolgen.

Eine intensivere Überprüfung auf Vollständigkeit und Funktion sollte in regelmäßigen Abständen gemacht werden, um sicherzustellen, dass im Notfall eine Datenwiederherstellung auch möglich ist. Auch die Backups selbst sollten regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt erfasst wurden und die Dateien intakt sind.

Mobile Endgeräte nicht vergessen

Achten Sie immer darauf auch die mobilen Endgeräte in die Backup-Routine einzubinden, damit Ihre wertvollen Daten nicht unterwegs verloren gehen. Lokal gespeicherte Daten sollten regelmäßig in den Sicherungs-Prozess einbezogen werden.

Falls doch einmal etwas schief gehen sollte: wenden Sie sich im Falle von Datenverlust oder beschädigtem Backup am besten sofort an einen spezialisierten Datenretter. Meistens gibt es nur eine Chance die Daten wiederzuerlangen. Ihre Daten sollten es Ihnen wert sein.