Go to Top

Ultra HD Blu-Ray: 4K-Auflösung auf optischer Disk

Ultra HD Blu-Ray

Da die Blu-Ray Disk nicht unbedingt den gewünschten Erfolg erhielt, könnte die Ultra HD Blu-Ray jetzt den Trend umkehren. Der technische Fortschritt macht es möglich.

Es ist nicht immer einfach erfolgreich seine Ultra-HD-Auflösung (UHD oder auch 4K) mittels ADSL-Internetverbindung zu nutzen. Besonders dann wenn man auch noch 3D-Darstellung einsetzen will. Während ein Blu-Ray-Laufwerk 36 Mbps (Megabits per Second) benötigt, um 60 Bilder pro Sekunde in Full HD (3D) Auflösung anzeigen zu können, benötigt UHD-BR 40 Mbps um ebenfalls 60 Bilder pro Sekunden in einer vier Mal höheren Auflösung darstellen zu können: 3840 X 2160 Pixel anstelle von 1920 X 1080 Pixel. 4K-Auflösung funktioniert zwar auf einer sehr leistungsfähigen ADSL 2+ Verbindung, aber nicht mit der besten Videoqualität: 24 Bilder pro Sekunde bei einer Geschwindigkeit von 12 bis 16 Mbps. Das ist das, was Netflix derzeit für seine 4K-Angebote bietet. Zudem kommt es jetzt in Mode eine zweite TV-Box zu Hause einzusetzen. Eine Praxis, die dazu führt, dass die Chancen wirklich 4K genießen zu können, sich drastisch reduzieren, wenn man keinen Zugang zu Glasfaser oder Satellit hat.

Wie ist es möglich diese Qualität angezeigt zu bekommen, während der Datenstrom begrenzt wird?

Da steckt kein großes Geheimnis dahinter, die Rechenleistung der Chips für das Encoding wurde gegenüber Full HD mit 10 multipliziert und um den Faktor 4 für die Decodierung. Das HEVC Encoding Format (High Efficiency Video Compression) auch unter H265 bekannt, ersetzte AVC (Advanced Video Compression), besser bekannt unter MPEG4. Dieses HEVC Format wird bei Satelliten und beim DTT (Digital terrestrial television/terrestrisches Digitalfernsehen) integriert, um 4K zu übertragen, statt bisher Full HD oder in HD 720p Auflösung.

Die Ultra HD Blu-Ray ist die Lösung, um eine 4K-Auflösung auf 55 oder 65 Zoll-Bildschirmen zu genießen. Diese sind sogar noch günstiger geworden als die 55 Zoll Fernseher, die vor zwei Jahren auf den Markt kamen. Allerdings wird die Ultra HD Blue-Ray nur dann eine großartige Möglichkeit sein, wenn die großen Filmstudios auch in der Lage sind Schritt zu halten und Inhalte und Filme für 4K zur Verfügung zu stellen. Das ist zum Beispiel der Fall bei Sony Pictures, die bereits mehrere Titel für 2016 zur Veröffentlichung in 4K bekannt gegeben haben. Es war jedoch recht schwierig überhaupt Titel auf den Markt zu bringen, da die endgültige UHD-BR-Spezifikation erst im Sommer 2015 festgelegt wurde.

Neben der Auflösung, was sind die wichtigsten Funktionen und Merkmale dieses Formats?

Zunächst einmal ist es der Farbraum (Color Space). Er deckt 75% des Farbspektrums ab, das für das menschliche Auge sichtbar ist, während der HDTV nur 35% schafft: Das ist auch der Grund dafür, warum den Zuschauer ein seltsames Gefühl von Realismus beschleicht, wenn sie eine Demo-Vorführung dieses Formats anschauen. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass die Farben auf 10 Bit pro RGB-Komponente anstelle von 8 Bit kodiert werden können. Anders als beim H.264 (oder MPEG4) Encoding, wo 10 Bit Encoding nicht vorgesehen war, leistet das neue H.265 Format nicht nur 10 Bit pro Komponenten-Farbe sondern sogar 16 Bit (wie bei 4:4:4 16 Bit Cineform Codec). Es bietet einen 4K-Datendurchsatz der 60 Bilder pro Sekunde erreicht und damit den Erwartungen von Videospielern entspricht und ihren Anforderungen nach realistischer 3D-Darstellung.

In Bezug auf den Preis werden die „Early Adopter“ im Laufe des Jahres 2016 einen UHD-BR-Player für circa 500 Euro bekommen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wird es eine neue Version der Playstation 4 oder der Xbox One geben oder werden Microsoft oder Sony nur ein einfaches Updates der Firmware für die aktuellen Geräte anbieten? Ein Frage die bereits jetzt in Foren heiß diskutiert wird und den Gamern auf den Nägeln brennt.