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Unnötige Hyper-V-Wiederherstellungen vermeiden: Aufbau einer Disaster-Recovery-Strategie bereits bei der Einrichtung

Laut Microsoft verlieren Großunternehmen zwischen $ 80.000 bis $ 90.000 (ca. 63000 bis 71000 Euro) für jede Stunde Ausfallzeit. Diese Verluste treten dabei unabhängig davon auf, ob eine Firma z.B. physikalisch vorhandene oder virtuelle Server einsetzt. Einen guten Desaster Recovery Plan zu haben ist deshalb in jedem Fall eine wichtige Voraussetzung Datenverlust zu begrenzen oder komplett zu vermeiden.

Gerüchten zufolge soll das Wiederherstellen von virtuellen Servern einfacher sein, als bei den physikalischen Vertretern. Wie schafft man es hier eine sinnvolle Desaster Recovery Strategie für Hyper-V aufzubauen?

Konzentrieren Sie sich auf Datei-Backups

Ihre Hyper-V-Installation liegt als eine Dateigruppe auf der Festplatte des Host-Servers. Jeder Notfallplan muss deshalb dafür sorgen, dass diese Dateien regelmäßig gesichert werden.

Wenn Ihre virtuellen Server so konfiguriert wurden, dynamisch zugewiesenen virtuellen Festplatten-Speicherplatz zu nutzen, müssen Sie versuchen, die zu erwartenden Zuwachsrate zu berechnen. Wählen Sie anschließend einen Backup-Ansatz, der mit den zu erwartenden Datenmengen zurechtkommt.

Führen Sie genaue Aufzeichnungen

Die Datei-basierte Natur des virtuellen Servers macht es relativ einfach zu definieren, welche Angaben in Ihrer Hyper-V-Umgebung gesichert werden müssen. Aber für den schnellstmöglichen Abruf von Daten im Katastrophenfall müssen Sie genau wissen, wie Sie Ihren verlorengegangenen Server neu konfigurieren können.

Es ist extrem wichtig vollständige Aufzeichnung über den Aufbau des virtuellen Servers vorrätig zu haben, damit Sie eine neue Maschine konfigurieren können und Daten direkt darauf wiederherstellen können. Ihre Dokumentation muss deshalb alle notwendigen Detailinformationen wie verwendete Prozessoren, virtuellen RAM, Festplatten-Speicherplatz und Netzwerk-Konfigurationen beinhalten. Genauso wie die Aufzeichnung der Konfiguration zum Zeitpunkt der ersten Bereitstellung, muss die Dokumentation jedes Mal, wenn eine Änderung durchgeführt wurde, ergänzt und aktualisiert werden.

Immer auf das Schlimmste vorbereitet sein

Unfälle können und werden passieren. Ihr Festplatten-Abbild geht kaputt, das Backup funktioniert nicht, eine virtuelle Maschine wird aus Versehen gelöscht oder der RAID-Array-Data-Server stürzt ab – praktisch alles was schiefgehen kann, wird Ihre Server im schlimmstenfalls lahmlegen.

Eine wirklich gute Desaster Recovery Strategie versucht deshalb potentielle Risiken bereits im Vorfeld zu identifizieren und zu mindern, aber eine unheilvolle Kombination von Fehlern und Störungen könnten Schwachstellen zum Vorschein kommen lassen. An dieser Stelle sollte Sie zur ultimativen Möglichkeit greifen – eine Datenwiederherstellungsoption, um „verlorene“ Daten von Festplatten zu extrahieren. Ein Spezialwerkzeug wie Ontrack EasyRecovery Enterprise könnte dabei helfen aus dem tiefen schwarzen Loch wieder herauszufinden, wenn das Backup einen im Stich lässt. Alternative kann man natürlich auch mit einem seriösen Datenrettungsunternehmen sprechen.

Lassen Sie bei der Einrichtung von Hyper-V und der Desaster Recovery Strategie Backups nicht zweitrangig werden. Durch eine frühzeitige Planung – bereits während dem Bereitstellungsprozess – für den Katastrophenfall werden Sie, wenn es dann soweit ist, viel besser in der Lage sein mit den auftretenden Problemen fertig zu werden.

Beitragsbild: Flickr /Leonardo Rizzi: Datacenter Work

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