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Update installiert, Daten entführt

Ransomware anstatt Windows 10

Da flattert eine Mail in den Postkasten mit dem Betreff “Windows 10 Free Update“. Der Absender:  update@microsft.com. Super, von dem kostenlosen Update habe ich ja schon gehört. Also schnell auf den Anhang geklickt (ist ja durch einen Virenscanner geprüft, steht da zu lesen). Und schon – habe ich mir sogenannte Ransomware eingefangen, einen Verschlüsselungstrojaner, der meine Daten unleserlich macht und Lösegeld zur Entschlüsselung verlangt.

Nein, das ist mir nicht wirklich passiert, die vielen Schreibfehler in der Mail haben mich natürlich stutzig gemacht – wenngleich sie regulären Mails von Microsoft ähnelt. Wer momentan auf die Freigabe seines Windows10-Downloads wartet könnte aber möglicherweise vor lauter Ungeduld vorschnell den zerstörerischen Win10Installer auf sein System loslassen – mit fatalen Folgen. Denn wenn es sich um ein echtes Verschlüsselungsprogramm handelt, das nicht nur den Zugriff auf das Betriebssystem blockiert und mit einen guten Antivirenprogramm verscheucht werden kann, ist ohne Hilfe der Erpresser nicht einmal der beste Datenretter in der Lage, Ihre Maschine wieder flott zu bekommen.

Selbst wenn die geforderte Summe innerhalb von vier Tagen bezahlt wird gibt es keine Garantie, dass die Gangster Wort halten. Oft schon wurden die entsprechenden Server durch die Polizei geschlossen, (oder sie funktionierten sowieso nicht richtig) bevor die Erpressten die Chance hatten, ihre Daten wieder frei zu bekommen.