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USB-Speicher: Die Risiken einer „rabiaten“ Trennung

Haben Sie jemals Ihr USB Gerät abgezogen, bevor es vom Computer ausgeworfen wurde? Eine solche „wilde“ Trennung kann einen Datenverlust verursachen. Hier ein paar mögliche Lösungen um das Schlimmste zu verhindern!

Das Risiko eines Datenverlusts, wenn Sie ein USB-Gerät trennen ohne die Sicherheits-Auswurf-Funktion des Betriebssystems oder eine 3rd Party Software zu verwenden, ist einfach zu verstehen: der Speicher kann sich gerade in einem “Schreibprozess” befinden, wenn Sie das USB-Gerät trennen, unabhängig davon, ob der Computer die Daten physisch schreibt oder den Speicher-Cache verwendet. Dann können Sie unterschiedlichen Katastrophenszenarien ausgesetzt sein:

  • Sie verwenden eineSSDodereinUSB-Gerät: Das ist derschlimmsteFall, weil esdas Gerät physisch seine Speicherzellen schädigen kann. Es kann auch zu großen Schäden in der Datenstruktur führen und dadurch die Erfolgschancen für eine Datenwiederherstellung reduzieren.
  • Sie verwenden eineFestplatte: Siekönnen einigeDaten auf dem Laufwerkverlieren, aberdas magnetische Medium sollte normalerweise nichtbeschädigt werden und Sie sollten keine Probleme mit der Organisationsstruktur derDatenauf der Festplatte bekommen. EineDatenwiederherstellung wirdoftmöglich sein, auch wenn dabei alle ungeschriebenen Daten nicht wiederhergestellt werden können.

Wie kann man die Risiken minimieren?

Das erste, was man beachten muss: Immer zunächst auswerfen, bevor man das USB-Gerät physisch vom Computer trennt! Diese Funktion steht sowohl unter den Macintosh (MacOS) als auch Windows Betriebssystemen zur Verfügung:

  • Beim MacOs stehen Ihnen vier Wege zur Verfügung: Sie können das Laufwerkssymbol in den Papierkorb legen, Sie nutzen die “Apple-Taste +E”Kombination, Sie verwenden das Kontextmenü mit derrechten Maustaste und klicken auf”Eject“ oder „Auswerfen“ oder Sie verwenden schließlich das Menü „Datei ” im Finder und klicken dort auf “Auswerfen”.
  • Bei Windows haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie könnenden Exploreroder Datei-Manager nutzen, dann klicken Sie auf “Laufwerksname” und wählen danndie Auswurffunktion. Darüber hinaus können Sie auch auf das Icon „Hardware sicher entfernen“ in der Taskleiste am unteren Rand klicken, das betreffende Laufwerk aus der Liste auswählen und „Auswerfen“ drücken. (Wenn das Icon sich nicht in Ihrer Taskleiste befindet muss es unter den Windows-Einstellungen aktiviert werden).

Und wenn das nicht funktioniert?

Wenn die Auswurf-Funktion nicht funktioniert, ist das meistens, weil die Festplatte oder das USB-Gerät “verwendet” wird:

  • Eine odermehrereDateiensindoffen oder werden von einem Programm verwendet
  • Ein oder mehrere Dateimanager sind offen, wenn Sie das Disk Icon anwählen
  • Es gibt ein Problem mit dem Auswurf-Manager: Versuchen Sie einen anderen zu installieren, den Sie problemlos im Internet finden können. (z.B. diesen hier: https://quickandeasysoftware.net/software/usb-disk-ejector)
  • Sie haben sich einen Virus eingefangen und sind gezwungen eine andere Methode zu wählen, um erstmal das Hauptproblem der Verseuchung zu lösen.

Und wenn die Daten verloren sind?

Wenn Ihre Daten von entscheidender Bedeutung für Sie sind, versuchen Sie zunächst das Laufwerk immer mit der integrierten OS-Funktion auszuwerfen. Wenn das nicht funktioniert, trennen Sie das Gerät ausnahmsweise doch „rabiat“ und wenden Sie sich anschließend an einen professionellen Datenrettungsdienstleister wie Kroll Ontrack. Wenn man eine Do-it-yourself-Wiederherstellung versucht, kann es unter Umständen dazu führen, dass der Schaden noch verstärkt wird, besonders bei SSD-Laufwerken die besonders sensibel zu behandeln sind.

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