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Vier Wearable-Technologien der Zukunft, die viele Vorteile bieten

Der Aufstieg der Smartphones hat Dutzende neue Wege geschaffen, um Daten zu sammeln und zusätzliche Einsatzmöglichkeiten für tragbare Anwendungen aufgezeigt. Am Handgelenk befestigte „smarte Bänder“ wie Fitbit, Nike Fuel und die gerade erst auf den Markt gekommene Apple Watch sind schon relativ übliche Produkte dieser Gattung. In der Regel werden sie dazu genutzt, um Gesundheitsdaten zu sammeln, wie z.B. wieviel Schritte der Anwender zurückgelegt hat oder wieviele Kalorien er verbraucht. Am Kopf angebrachte Geräte wie Google Glass oder neue Produkte von Sony oder Epson zeigen dem Nutzer Informationen als transparente Folie über dem Sichtfeld.

Doch die sogenannten Wearables werden ständig weiterentwickelt. Hier ein paar „Implementierungen“ der Technologie, die Ihnen bestimmt noch nicht untergekommen sind:

Lumo Lift und Lumo Back

Entwickelt um für den Nutzer mehr als nur reine Gesundheits- oder Fitnessdaten zu sammeln, bieten die Lumo Produkte Informationen in Echtzeit an. Menschen, die unter einer schlechten Haltung und damit unter gesundheitlichen Problemen leiden, werden Warntöne geliefert, wenn das Gerät erkennt, dass der Anwender seine Schulter oder den unteren Rückenbereich zu sehr beugt.

Sowohl das „Lift“ und das „Back“ Produkt liefern darüber hinaus  noch weitere Fitness-Informationen, die dem Anwender bei der Verbesserung seiner Fitness helfen sollen, wie beispielsweise die zurückgelegten Schritte oder die Aufzeichnung seines Schlafzyklus.

Verfügbarkeit:  Auf dem Markt.

Google Kontaktlinsen

Für die vielleicht ultimative Am-Kopf-befestigte-Technologie hat sich Google mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis zusammengetan, um „intelligente“ Kontaktlinsen zu entwickeln. Aber anders als das einfache Anzeigen von kontextbezogenen Daten auf dem Display wie bei Google Glass, wird die Smart Contact Lens dabei helfen, wichtige Gesundheitsdaten wie den Blutzuckerspiegel für Diabetiker zu erfassen. Sensoren, die in jede der Linsen eingebaut werden, erkennen nicht nur Glukose in der Tränenflüssigkeit sonden auch, ob der Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig ist. Der Anwender kann dann innerhalb kürzester Zeit geeignete Gegenmaßnahmen treffen.

Novartis hofft darüber hinaus die Technologie so anzupassen, dass mit der Kontaktlinse auch sogenannte „Autofokus“-Probleme der Augen behoben werden können. Ziel ist es, dass der Anwender auch keine Lesebrille mehr tragen muss. Ob die Linsen eine integrierte Möglichkeit zur Datenanzeige haben werden, ist bislang noch nicht bekannt.

Verfügbarkeit:  Unbekannt – vermutlich noch mehrere Jahre bis zur Marktreife.

Automatic Ingestion Monitor (AIM)

Mit einer Kamera und Bewegungssensor wird dieses Bluetooth-Gerät über dem Ohr getragen und hilft, die gegessenen Lebensmittel und die Portionsgrößen des Trägers zu erkennen. Ein Bewegungssensor, nicht anders als dieselben, die auch in anderen Fitness-Wearables genutzt werden, erkennt die Kieferbewegungen beim Essen, während die eingebaute Kamera Bilder von der Nahrung aufnimmt, die gegessen wird. Eine zusätzliche App-Anwendung versucht dann das Gewicht und den Energiegehalt der konsumierten Nahrung zu schätzen.

Mit Hilfe der Informationen, die der AIM-Sensor erfasst, bekommt der Träger oder der Ernährungsberater weitere Hilfe zur besseren Übersicht der konsumierten Lebensmittel-Typen und der Portionsgrößen für eine dauerhafte Gewichtsabnahme zur Verfügung gestellt. Die AIM stellt so sicher, dass der Nutzer sich nicht mehr bei den Portionsgrößen oder der Kalorienaufnahme verschätzt.

TVerfügbarkeit:  Unbekannt – das Gerät ist noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium an der Universität von Alabama.

Krebs-Scan-Pillen

Eine weitere futuristische Entwicklung ist eine Smart-Pille von den Google Labs X. Die Pille wird kleine magnetische Partikel enthalten, die bösartige Krebszellen zu erkennen helfen und Feedback darüber an ein Smartphone oder ein anderes mobiles Gerät weiterleitet. Man hofft, dass die Pille so entwickelt werden kann, dass sie frühzeitig vor anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkten oder Nierenversagen warnen kann.

Im Gegensatz zu der Kontaktlinse hat Google noch keinen Gesundheitsdienstleister als Partner gefunden, der dabei hilft, die Pille weiterzuentwickeln und zu testen, geschweige denn die notwendige Umgebung dafür zu schaffen, um die Technologie soweit zu verfeinern das die winzigen Schaltungen und Chips in der Pille für den Einsatz in einem menschlichen Körper geeignet sind.

Verfügbarkeit: Unbekannt  – Vermutlich noch viele Jahre.

Die nächste Technologie-Generation von Wearables werden vermutlich noch stärker als bisher dahingehend entwickelt werden, um eine noch bessere Nutzung der Daten von den eingebauten Sensoren zu ermöglichen. Technologische Verbesserungen werden die Datenerfassung noch genauer machen, sodass die Daten in sinnvoller Weise eingesetzt werden können. Letztlich werden sich zukünftig die Wearables nach und nach von ihrer „Fitness-Vergangenheit“ lösen und den Anwendern ein weitaus umfangreicheres Spektrum an Leistungen bieten.

Bildquelle: FotoHiero / pixelio.de