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Vollkaskoversicherung gegen Datenklau

Wenn Hacker sensible Daten wie Kundenpasswörter oder E-Mail-Adressen erbeuten, kann das für Unternehmen eine Menge Probleme aufwerfen – direkt und indirekt. Gegen die daraus entstehenden Schäden durch Betriebsunterbrechung und Imageverlust ist hierzulande kaum ein Unternehmen versichert – anders als in den USA, wo Cyberpolicen im Versicherungsportfolio meist selbstverständlich sind.

Seit einiger Zeit werden auch in Deutschland  von einigen Versicherungsunternehmen entsprechende IT-Policen angeboten. Die Angebote sind modular aufgebaut und beinhalten zum Beispiel die Abdeckung von Schäden durch Hackerangriffe, Denial-of-Service-Attacken oder Datenschutzverletzungen. Möglich ist die Versicherung gegen Schäden durch Imageverlust oder Betriebsunterbrechungen nach elektronischen Angriffen und die Datenwiederherstellung. Der Versicherungsschutz kann auch auf Lösegeldzahlungen bei Cybererpressung oder auf die Verletzung von Persönlichkeits- oder Urheberrechten ausweitet werden. Auch vom Unternehmen selbst verschuldete Pannen oder Mitarbeiterfehler sind versicherbar.

Die Kosten für eine Police werden individuell festgelegt, nachdem ein Risikomanager den Betrieb geprüft hat. Die Mindestprämie liegt bei etwa 5000 Euro pro Jahr, die obere Grenze der Versicherungssumme bei 50 Millionen Euro.

Besonderes Augenmerk seitens der Versicherung wird auf die Datensicherheit im Unternehmen gelegt. Denn die Sicherung des Datenverkehrs ist immer preisgünstiger als ein Schaden, der durch Datenverlust, Datendiebstahl, oder Imageverlust entsteht.