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Wieder Ärger mit Bitcoin

Bitcoin

Immer wieder taucht die Internetwährung Bitcoin in den Nachrichten auf. Nun wurde die digitale Börse für das virtuelle Geld Bitfinex Opfer eines Hackerangriffs. 120 000 Bitcoin im Wert von rund 59 Millionen Euro wurden gestohlen – der zweitgrößte Bitcoindiebstahl in der Geschichte der digitalen Währung.

Der Angriff zielte nicht auf die Blockchain-Technologie, auf der das Bitcoin-System basiert, sondern auf die sogenannten Wallets, die „Geldkatzen“ des Systems, auf Konten, die mit dem sogenannten „2-of-3-Key“-Verfahren gesichert waren (bei diesem Verfahren werden drei Schlüssel generiert, zum Öffnen des virtuellen Geldbeutels genügen aber zwei). Wie genau der Diebstahl durchgeführt wurde, wurde nicht erläutert.

Bitfinex will nun alle Besitzer von Konten auf ihrer Plattform in Hongkong mit einem 36 prozentigen Abschlag belegen, ob sie von dem Diebstahl betroffen sind oder nicht. Als Ausgleich will die Börse betroffenen Anlegern eine bestimmte Menge der eigenen Digitalwährung BFX auszahlen, die später zum Erwerb von Anteilsscheinen der Börse genutzt werden können. Wie viel die Konteneigentümer von einer solchen sozialen Abgabe für Datendiebstahl halten ist nicht bekannt.

Der Wert der virtuellen Währung sackte nach bekannt werden des Diebstahls um satte 20 Prozent ab.

Inzwischen hat der Reddit-Nutzer rekcahxfb (rückwärts gelesen wird daraus bfx hacker) eine Lotterie angekündigt, bei der er 1000 Bitcoin verlosen will – angeblich sollen sie aus dem Bitfinex-Diebstahl stammen. Die Bitcoin existieren tatsächlich, allerdings befinden sie sich schon seit drei Jahren in seinem Wallet – vom dem Diebstahl von vergangenem Donnerstag können sie also nicht stammen.

Was es mit der Lotterie auf sich hat, wird sich spätestens morgen zeigen – der Gewinner soll am heutigen Mittwoch ermittelt werden.

Bildquelle: fdcomite / flickr – Lizenz: CC2