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Wieso gibt es einen Bedarf nach einer besseren Tape-Katalog-Lösung?

Tape-Katalog-Lösung

Wie wir bereits in verschiedenen Blog-Beiträgen ausgeführt haben, gibt es einen dringenden Bedarf nach einer einfach zu bedienenden und effizienten Lösung für eine der am meisten gewünschten Anforderungen bei der Archivierung von Magnetbändern und Backup-Tapes. Nicht nur in den letzten Jahren, sondern bereits Jahrzehnten sind Systemadministratoren und Manager gleichermaßen mit dem Problem eines immer schneller gewünschten Zugriffs auf Daten, die auf Magnetbändern lagern, konfrontiert.

Da das Bandmedium ein sehr kostengünstiges und haltbares Medium ist, auf dem Daten für mehr als 30 Jahre gespeichert werden können, ist das Problem, das daraus entsteht, mehr als offensichtlich: Archivierte Bänder werden in der Regel entweder vor Ort bei der Firma gespeichert oder zu einem Spezialdienstleister gebracht, der für die optimale Lagerung der Bänder zuständig ist und z.B. dafür sorgt, dass sie bei einer angemessenen Temperatur und Feuchtigkeit nach den jeweiligen Herstellerangaben und in einer aufrechten Position lagern.

Aber was diese Anbieter nicht leisten können, ist ein Service, der für einen schnellen Zugriff auf die Daten absolut entscheidend ist: In der Regel bieten sie weder einen Katalog der Bandinhalte an, noch spezielle Möglichkeiten, um auf Tape-Backups zuzugreifen. Auch die notwendige alte Archivierungs- und Backup-Software oder -Hardware kann dem Kunden oft nicht zur Verfügung gestellt werden. Das ist etwas, worum sich Unternehmen, die Tapes einsetzen oder eingesetzt haben, selbst kümmern müssen.

Die Pflege und die Bereitstellung der alten Software- und Hardwarelösungen, die einst eingesetzt wurden, um die Daten auf den Bändern zu speichern, ist eine teure Aufgabe und erfordert viel Zeit und verantwortliches Personal. Für die meisten Unternehmenist es ein viel zu großer Aufwand, wie unsere kürzlich durchgeführte Umfrage unter Systemadministratoren in aller Welt, ergab. Und je mehr Zeit vergeht desto schwieriger wird es aus technischer Sicht, die Software und Hardware, die zwischen einem und drei Jahrzehnten alt sein können, am Laufen zu halten. Manchmal ist es notwendig, die Hardware, wie z.B. Bandlaufwerke, zu reparieren und die passenden „antiken“ Bauteile für das Gerät zu finden. Als genauso schwierig erweist sich auch oft das Alter der verwendeten Software, die oft einfach nicht mit modernen Betriebssystemen zusammenarbeitet. Die einzige Lösung ist dann irgendwie eine Infrastruktur bereitzuhalten, die Teil einer Ausstellung in einem Computermuseum sein könnte oder einfach zu hoffen, dass die ältesten Daten von antiken Bändern nie wieder nachgefragt werden…

Ein weiterer kritischer Faktor beim Umgang mit Magnetbändern offenbart sich meist erst, wenn Daten auf einem alten Tape für eine Untersuchung benötigt werden. In diesem Fall ist es absolut notwendig, genau zu wissen, wo die gewünschten Informationen auf den Bändern oder in den Tape-Sets abgespeichert wurden.

Normalerweise finden die Benutzer die Position und andere nützliche Informationen über die auf dem Band gespeicherten Daten, indem Sie den Tape-Katalog zu Rate ziehen. Aber genauso wie die Daten selbst, ist auch der Katalog meist mit der verwendeten Backup-Software oder der Hardware gekoppelt. Selbst wenn ein Systemadministrator auf seinem Computer den Katalog für die alten Tapes findet, wird es wahrscheinlich nicht viel nützen, denn er benötigt immer noch genau das gleiche damals eingesetzte Equipment: Sowohl die Software, als auch die Hardware, um den Katalog nutzen zu können.

So oder so, ohne den Katalog und das alte System an Ort und Stelle, gibt es fast keine Möglichkeit, an die alten Daten – zu Geschäftszwecken oder juristische Anfragen – von den Magnetbändern zu gelangen. Daher bleibt die Frage:

Was sollte eine moderne Tape-Katalog-Lösung bieten?

Erstens sollte eine neue Katalog-Lösung das wichtigste Bedürfnis aller Anwender, die mit Tapes zu tun haben, abdecken: Es sollte sich um eine geräte- und softwareunabhängige Lösung handeln, die von jedem Unternehmen genutzt werden kann, unabhängig von der alten Archivierung oder Backup-Software-und Hardware-Lösung, die früher verwendet wurde.

Zweitens sollte die Lösung, das Problem der Lagerung von Daten über eine sehr, sehr lange Zeit hinweg abdecken. Normalerweise kann niemand erwarten, dass eine IT-Infrastruktur für mehr als ein paar Jahre nutzbar ist. Hier allerdings stellt der permanente technologische Fortschritt heutzutage eine große Gefahr für die Unternehmen in Bezug auf die Speicherung von Daten auf Bändern dar. Eine neue Lösung (und das Unternehmen das dahinter steht) muss daher in der Lage sein, alle technologischen Fortschritte in diesem Bereich vorauszusehen und abzudecken.

Drittens sollte die Lösung den Administratoren die Arbeit und damit das Leben noch einfacher machen. Nicht nur sollte die Lösung ihnen dabei helfen, die Daten auf den Magnetbändern zu identifizieren, sondern sie sollte mit einem Service gekoppelt sein, der es ermöglicht, diese zu extrahieren (oder in einigen Fällen auch auf ein anderes Format zu migrieren), damit dringend benötigte Daten in sehr kurzer Zeit den Verantwortlichen zur Verfügung gestellt werden können.

Nur mit dieser Kombination von Kataloglösung und Tape-Daten-Services kann ein Unternehmen wirklich sicher sein, dass die erforderlichen Daten stets verfügbar und bereit sind, wenn dringende rechtliche oder wirtschaftliche Gründe einen Zugriff notwendig machen.

Bildnachweis: R.B./pixelio.de