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Wieviel sind Ihnen Ihre Smartphone-Daten wert?

Eine aktuelle Studie des Sicherheitsunternehmens Lookout versucht eine Antwort darauf zu finden. Nach diesen Ergebnissen würden 50 Prozent aller US-amerikanischen Handy-Diebstahl-Opfer  “wahrscheinlich” bis zu 500 US-Dollar bezahlen, um ihre Daten wiederzubekommen. Mehr als 70 Prozent der Befragten würden auch zu Selbstjustiz greifen, um das Handy wieder in ihren Besitz zu bekommen. Basierend auf einer anderen Studie geht das Magazin Consumer Reports davon aus, dass in den USA im vergangenen Jahr (2013) 3,1 Millionen Smartphones gestohlen wurden. Das sind doppelt so viele als im Jahr zuvor.

Aber nicht nur in den USA, auch in Europa werden Besitzer von Smartphones immer häufiger Opfer von Diebstahl. In Deutschland stieg die Zahl der gemeldeten Handy-Diebstähle um 42 Prozent auf fast 250.000 Stück. Dabei ist Köln die ungekrönte Smartphone-Diebstahl-Hauptstadt Deutschlands. Kein Wunder, dass so viele Mobil-Telefone gestohlen werden: In einer ebenfalls von Lookout herausgegebenen Studie über Smartphone-Diebstahl in Europa kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass der überwiegende Teil der Diebstähle in Clubs oder Bars passieren, wo die Besitzer abgelenkt oder vielleicht nicht so ganz aufmerksam sind. Und der Smartphone-Klau lohnt sich, wenn man bedenkt, dass z.B. das aktuelle Samsung S5 mit 16 GB Speicher neu rund 470 Euro kostet und gebraucht auf Auktionsplattformen nicht unter 280  Euro erhältlich ist.

Wie man so schön sagt: Schlimme Sachen passieren eben, aber man kann sich als Nutzer durchaus vor bestimmten Szenarien schützen. Wir wissen alle, dass Sachen gestohlen werden und gerade aus diesem Grund schließen viele Anwender für diesen Fall Versicherungen ab. Sollten wir deshalb nicht auch beim Schutz unserer Daten proaktiv handeln?

Nutzer sollten sich deshalb die Zeit nehmen ihre Daten mit einem Backup zu sichern, bevor es zu einem Datenverlust kommt. Mindestens einmal im Monat (wenn nicht gar wöchentlich) sollte man ein Backup durchführen und es auf verschiedenen Speichermedien und Plattformen wie Computer, Flash Speicher oder in der Cloud sichern.

Wenn man zudem das Handy für die Arbeit nutzt, sollte sichergestellt sein, dass die Firma eigene BYOD und BYOA (“Bring dein eigenes Gerät/ Bring deine eigene App) Richtlinien und Prozesse  eingerichtet hat, die auch einen Backup-Plan für Daten von mobilen Endgeräten umfassen. BYOA Initiativen die gut funktionieren umfassen deshalb auch immer Unternehmens-interne App-Stores und virtuelles Streaming für Apps. Das bedeutet, dass die Smartphone-Apps, die heruntergeladen und während der Arbeit benutzt werden, nicht außerhalb des Unternehmens funktionieren oder angesprochen werden können.

Tatsächlich sollte man sich, bevor das Handy im Rahmen der Arbeit eingesetzt wird, über die geltenden Richtlinien und die Backup-Prozesse der Firma informieren. Wenn das nicht gemacht wurde, riskiert man nicht nur den Verlust persönlicher Daten, sondern auch wertvolle Unternehmensinformationen, die einen großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg und die gesamte Sicherheit des Unternehmens haben können.

Kein Risiko eingehen! Daten immer sicher halten!

Nutzen Sie auch Ihr privates Smartphone oder Ihr Tablett für berufliche Zwecke? Was wäre schlimmer für Sie: Das Ihnen das Gerät abhanden kommt oder das Sie Ihre Daten verloren sind? Und haben sie sich bereits schon Gedanken darüber gemacht, welche Konsequenzen auf Sie zukommen, wenn Ihr mobiler Alles-Könner mit geschäftlichen Daten gestohlen wird? Oder haben Sie das schon selbst hautnah erlebt? Teilen Sie uns hier einfach Ihre Erfahrungen mit “mobilen Datenklau” mit…

 

Photo: Adrian van Leen, Perth, Australia

 

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