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Windkraft als Datenkiller?

windmill

Atomkraftwerke sind in Deutschland nicht mehr gefragt, Windräder dafür umso mehr. Auch die Photovoltaik boomt – genauso wie Biogasanlagen und andere alternative Energieerzeuger. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, diesen Ökostrom abzunehmen. Die Problematik, die sich daraus ergibt: die Einspeisung der Elektrizität in die vorhandenen Netze ist bei vielen kleinen Anlagen nicht mehr so einfach kalkulier- und regelbar wie mit großen Kohle- oder Atomkraftwerken. Darüber hinaus sind die deutschen Stromnetze nicht unbedingt auf eine solche Nutzung ausgelegt, was im Endeffekt zu Netzschwankungen und Spannungsspitzen führen kann. Und wenn tatsächlich eine Spannungsspitze bei den Verbrauchern zu Hause auftritt, kann es in angeschlossenen IT-Geräten leicht zu Datenverlusten kommen.

Zwar lassen sich Daten nach Überspannungsschäden und ähnlichen Ereignissen häufig retten. Aber durch eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen können Unternehmen und vor allem Privatnutzer vorbeugen und sich vor Datenverlusten schützen.

Hier ein paar Tipps für den Umgang mit Datenträgern:

  • Überspannungsschutz: Zum Schutz vor Überspannung und Stromschwankungen ist es empfehlenswert, IT-Geräte bei Nichtgebrauch abzuschalten und auch auszustecken. Diese simple Vorsichtsmaßnahme schützt vor Spannungsstößen und Blitzeinschlägen und empfiehlt sich besonders bei Gewittern und vor dem Urlaub. Nützlich für Privatanwender und kleinere Unternehmen sind auch Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz gegen Stoßspannungen.
  • Datensicherung zur Prävention: Eine häufig vernachlässigte Maßnahme. Damit im Ernstfall möglichst wenige Daten verloren gehen, sollten auch Privatanwender mindestens einmal im Monat ihre Daten auf externe Datenträger sichern. Für Unternehmen empfiehlt sich ein regelmäßiges Backup aller Daten auf externen Festplatten – wobei sich hier SSDs weniger anbieten, die konventionelle Festplatte ist als Backupspeicher (noch) besser geeignet.
  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV): Für Unternehmen mit eigenen Netzwerk-Servern sollte eine USV zum Standard gehören. Sie sorgt für eine gleichmäßige Leistung ohne Unter- und Überspannungen und stellt mit im Bedarfsfall zugeschalteten Akkumulatoren sicher, dass Server auch bei einem allgemeinen Stromausfall weiterlaufen. Aber auch Privatanwender, die die immer beliebter werdenden NAS-Laufwerke (Network Attached Storage) – die oftmals auf eine externe Stromquelle angewiesen sind – zur Speicherung ihrer Daten verwenden, profitieren im Ernstfall von kleineren USV-Anlagen.