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Zehn Fakten, die Sie über Ediscovery (noch) nicht wussten

Zwischen 1936 und 1938 baute der deutsche Erfinder Konrad Zuse den ersten binären Computer Z1 im Wohnzimmer seiner Eltern.

Das erste Datenschutzgesetz wurde 1970 in Hessen verfasst.

1970 wurde die US-amerikanische Zivilprozessordnung (FRCP) geändert um elektronische Daten vor Gericht verwerten zu können (Rule 34) – die Geburtsstunde von E-Discovery.

1971 wurde die erste E-Mail geschrieben.

Einer der ersten Fälle, in denen Rule 34 FRCP angewandt wurde war der Fall Adams v. Dan River Mills, Inc. Im Jahr 1972. Das Gericht forderte Lochkarten, Speicherbänder und Ausdrucke zur Prüfung an.

Ebenfalls 1972 legte der U.S. Supreme Court die erste gerichtliche Anforderung zur Aufnahme einer Email als Beweismittel vor.

Der erste Fall, in dem durch E-Discovery Strafmaßnahmen verhängt wurden, ereignete sich 1984: die Strafe betrug 14000 $. (William T. Thompson Co. v. General Nutrition Corp.). Die höchste je unter Zuhilfenahme von E-Discovery verhängte Strafe: 1,4 Milliarden Dollar. (Coleman (Parent) Holdings, Inc., vs. Morgan Stanley). Das Urteil wurde später aus anderen Gründen revidiert.

1995 erklärte ein amerikanischer Richter erstmals, dass elektronische Daten einsehbar sein müssten, sofern sie für den Fall von Belang seien (Anti-Monopoly v. Hasbro). 2012 vertrat der gleiche Richter als erster die Meinung, dass neuartige Technologien zur Datensichtung eingesetzt werden sollten – zum Beispiel predictive coding (voraussagende Codierung).

Der erste Staat, der Regeln für die Ausforschung von elektronischen gespeicherten Daten aufstellte war Illinois im Jahr 1996. Heute sind in 36 amerikanischen Staaten Ediscovery Regeln in Kraft.

Ende 2013 werden mehr ediscovery-Gutachten erstellt worden sein, als in den Jahrzehnten zuvor zusammengenommen:

1970-79: waren es weniger als 10
1980-89: etwa 20
1990-99: etwas mehr als 40
2000-2009: ungefähr 180
2010-2012: Mehr als 185