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Zerstörungsfreie Datenrettungssoftware richtig angewandt

Kurz mal etwas geschrieben, ein bisschen im Internet gesurft, Online-Banking gemacht und dann ist es passiert: Kurz mal nicht nachgedacht, zweimal bestätigt und schnell sind ein paar wichtige Daten gelöscht, die man eigentlich noch behalten wollte oder nach denen später mal gefragt werden könnte. Gerade bei Freiberuflern oder Selbstständigen kann ein unerwarteter Datenverlust – sei es durch eigenes Verschulden oder durch Hardware-Defekte – schnell zu einem existenzbedrohenden Szenario werden. Verlorene Daten können hier im schlimmsten Fall zu Projektverlust, Einnahmeausfällen oder gar zu Insolvenz führen.

Aber wie kann man sich als Betroffener einen Überblick darüber verschaffen, ob die verlorenen Daten von einem physisch einwandfreien Speicher wiederherstellbar sind? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Mit Hilfe einer speziellen – zerstörungsfreien – sogenannten „non destructive“ Datenrettungssoftware.

Beim Einsatz einer Datenrettungssoftware ist darauf zu achten, dass beim Versuch die verlorenen Dateien wiederherzustellen, diese keine eigenen Schreibvorgänge an den betroffenen Datenträger vornimmt, die gefundenen Daten nicht verändert oder löscht und darüber hinaus auch nicht woanders auf dem Speicher platziert. Einige Recovery-Software-Lösungen auf dem Markt verändern nämlich tatsächlich die gefundenen Daten, was in der Konsequenz dann endgültig zu einem – von keinem Datenrettungsdienstleister rückgängig zu machenden – Datenverlust führt. Das ist dann eigentlich gleichzusetzen mit einem Versuch, seine Daten mit einer Axt vermeintlich sicher zu löschen. Selbst die im Windowssystem eingebaute Festplattenüberprüfung ist nicht so ungefährlich, wie man sich das als Laie vorstellt – denn auch diese verändert beim Überprüfen einzelne Sektoren und damit auch die sich darin befindlichen Daten.

Wie nutzt man eine Datenrettungssoftware richtig?

Die drei wichtigsten Tipps, die man geben kann, lauten:

  1. Wenn man sich nicht absolut sicher ist, ob man eine zerstörungsfreie Datenrettungssoftware zur Verfügung hat, sollten man diese besser nicht einsetzen. Die Chancen, dass man wiederherstellbare Daten damit endgültig und unwiderruflich zerstört, sind extrem groß.
  2. Wenn man eine Datenrettungssoftware einsetzt, sollte diese niemals direkt auf den betroffenen Speicher installiert werden, sondern auf einem externen Rechner. Über diesen lässt sich dann der Speicher – egal ob Festplatte oder USB-Flash-Stick – ansprechen,und die Daten können rekonstruiert werden.
  3. Um ganz sicher zu sein, dass es sich um eine zerstörungsfreie Datenrettungssoftware handelt, sollte man sich gründlich über die einzusetzende Lösung informieren. Da die meisten Anbieter kaum zugeben, dass sie Änderungen an den zu rettenden Daten vornehmen, ist eine Recherche auf den Online-Plattformen oder in den Printausgaben führender Computerpublikationen eine gute Idee. Hier finden sich vielfach Testberichte die schnell erkennen lassen, nach welchen Verfahren die Recovery durchgeführt wird und wie erfolgreich sie dabei ist.

Wenn man also sicher sein will, dass es sich um eine zerstörungsfreie Datenrettungssoftware handelt, sollte man auf einen der renommierten Anbieter zurückgreifen. Für ein erstes Überprüfen eines Speichers kann beispielsweise auf die kostenlose Testversion von EasyRecovery von Kroll Ontrack zugegriffen werden. Mit ihr lassen sich die betroffenen Festplatten einfach durchscannen, ohne dass man Angst haben muss, dass die verlorengegangenen Daten verändert oder gar endgültig zerstört werden. Nach Abschluss der Analyse bekommt der Anwender einen Überblick, welche Daten gerettet werden können. Zu diesem Zweck kann dann auf die drei verschiedenen kostenpflichtigen EasyRecovery Versionen Home, Professional oder Enterprise zurückgegriffen werden. Mehr Informationen wie man Easy Recovery richtig einsetzt finden sich auch hier im Blog oder auf der Kroll Ontrack Webseite unter: http://www.krollontrack.de/produkte/ontrack-easyrecovery/

Bildquelle: lichtkunst.73  / pixelio.de