22 Juni 2006

Plötzlicher Hitzetod - Tipps für den Schutz wertvoller Daten

Kroll Ontrack gibt Tipps für den Schutz wertvoller Daten bei extremen Wetterbedingungen im Sommer

Böblingen, 22. Juni 2006 - In den letzten Wochen steigert sich erneut die Zahl der Anfragen zur Datenrettung. Überhitzung elektronischer Komponenten insbesondere in schlecht durchlüfteten Serverräumen sowie Festplattenausfälle durch hohe Temperaturen sind die Ursachen für den zunehmenden Datenverlust im Hochsommer. Die noch anstehenden Sommergewitter werden mit Blitzeinschlag und Kellerüberflutungen dazu beitragen, dass weitere Datenträger beschädigt werden. Kroll Ontrack, Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Mailbox-Recovery Software und Computer Forensik, warnt vor extremen Wetterbedingungen in den Sommermonaten, die zu Datenverlusten führen können. Anwender müssen während dieser Zeit dem Schutz ihrer Daten besondere Aufmerksamkeit schenken, können aber dennoch davon ausgehen, dass im Ernstfall die Chance auf Wiederherstellung der Daten sehr hoch ist.

"In den Sommermonaten steigern die hohen Temperaturen auf dreifache Weise die Gefahr eines Datenverlustes: Überhitzung der Komponenten, Überflutung sowie Stromausfall bei Blitzeinschlägen, so dass die Sommerzeit eine Hochzeit für unsere Datenrettungsexperten ist", kommentiert Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack. "Mit einigen einfachen Maßnahmen können Anwender sich auf die Sommerperiode vorbereiten und Probleme durch wetterbedingte Datenverluste vermeiden. Zudem gilt es, nicht in Panik zu verfallen. Gerade bei solchen Fällen besteht in unseren Datenrettungslaboren eine hohe Wahrscheinlichkeit, die Daten vollständig wieder herzustellen."

Kroll Ontrack empfiehlt folgende Maßnahmen zum Schutz der Hardware durch extreme Wetterbedingungen im Sommer. Selbst wenn Schäden entstehen, lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes durch Berücksichtigung der folgenden Empfehlungen minimieren:

- Hohe Temperaturen können zu einem ernsthaften Problem werden, da eine Überhitzung Fehlfunktionen von Festplatten zur Folge haben kann. Der Hitzestau führt zum Beispiel häufig zu einer internen Materialausdehnung im Laufwerk und betrifft entscheidende Bauteile. Die Lager haben nun mehr Spiel und die Schreib-/Leseköpfe schweben ungleichmäßiger über die Oberflächen der Festplatten. Die korrekte Justierung geht verloren, vorgesehene Toleranzen beim Abfahren der Datenspuren werden überschritten. So kommt es schneller zu Schreib- und Lesefehlern oder Headcrashs. Computer sollten in einer kühlen und trockenen Umgebung betrieben werden, um eine Überhitzung zu vermeiden.

- Werden große Server eingesetzt, sollten diese durch eine Klimaanlage angemessen gekühlt werden. Höhere Prozessortaktraten führen zu einer erhöhten Leistungsaufnahme und erfordern folglich eine höhere Kühlleistung. Dies gilt insbesondere für die Sommermonate.

- Elektrische Entladungen während eines Gewitters sind in den Sommermonaten eines der Hauptprobleme. Ein Überspannungsschutz zwischen Computer und Steckdose verhindert, dass schädliche Stromstöße und Überspannungen Systeme beschädigen können.

- Ein USV-System (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) versorgt während eines Netzstromausfalls die angeschlossenen Computer mit Batteriestrom. USV-Systeme können darüber hinaus eigenständig sichere System-Shutdowns durchführen. Unvorhersehbare Ausfälle der Hardware durch Stromversorgungsprobleme führen zu Datenverlusten.

- Schutzsysteme müssen regelmäßig überprüft werden. Zumindest einmal jährlich sollten alle Stromschutzsysteme inspiziert und auf ihre korrekte Funktion hin überprüft werden. Viele hochwertige Systeme verfügen über eine Statusanzeige, die Auskunft darüber gibt, ob Ihre Systeme angemessen geschützt sind.

- In keinem Fall sollten beschädigte Festplatten oder Server zerlegt oder gereinigt werden. Eine unprofessionelle Handhabung erschwert die Datenrettung immens und führt zum Verlust wertvoller Informationen.

- Medien, die durch Wasser beschädigt wurden, dürfen auf keinen Fall durch Öffnung oder Erwärmung (z. B. durch einen Fön) getrocknet werden sondern sollten möglichst in ein feuchtes Tuch eingewickelt an ein Datenrettungsunternehmen geschickt werden.

- In keinem Fall dürfen defekte Geräte erneut eingeschaltet werden.

- In geschäftskritischen Situationen muss in jedem Fall ein professioneller Anbieter von Services für die Datenrettung kontaktiert werden, bevor Neukonfigurationen, -installationen oder -formatierungen durchgeführt werden.