4 Oktober 2006

Kroll Ontrack Studie: Anwender fordern Datenverluste fahrlässig herauf

Daten-Gau billigend in Kauf genommen: Studie von Kroll Ontrack belegt, dass Anwender Datenverluste fahrlässig herausfordern

Böblingen, 4. Oktober 2006 - Laut einer neuen Studie von Kroll Ontrack, Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Mailbox-Recovery-Software und Computer Forensik, fordert die Mehrheit der Computerbenutzer den Verlust kritischer Daten förmlich heraus: Sie rechnen zwar damit, dass ihr Rechner eines Tages ausfällt, praktizieren aber keine angemessene Datensicherung. 79 Prozent der Anwender messen ihren Daten große Bedeutung bei. 40 Prozent bezeichnen sie sogar als "unersetzlich". Dennoch droht vielen Benutzern irgendwann ein Datenverlust aufgrund mangelhafter Schutzvorkehrungen.

An der von Kroll Ontrack in den USA durchgeführten Studie beteiligten sich im Juni 2006 mehr als 1.400 Anwender. So bietet die Umfrage eine interessante Momentaufnahme des Backup-Verhaltens von Endanwendern, deren Ergebnisse auch das deutsche Anwenderverhalten gut beschreiben. Obwohl die Anwender ihren Daten einen hohen Wert zuschreiben, geht ein großer Teil recht sorglos mit seinen Daten um und unterschätzt das Risiko von Fehlfunktionen. Auf die Frage, wie lange sie ihren aktuellen Rechner nutzen wollen, gaben 58 Prozent der Befragten zum Beispiel an, "so lange, bis er kaputt geht" oder "bis er die ersten Ausfallserscheinungen zeigt". Diese Gleichgültigkeit belegen auch die Ergebnisse, dass 63 Prozent der Anwender ihre kritischen Daten weniger als einmal monatlich sichern und 23 Prozent keinerlei Backups vornehmen. 45 Prozent der Backup-Nutzer kümmern sich wiederum nicht, ob ihre gespeicherten Daten im Ernstfall überhaupt verwendet werden könnten. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Backups an einem sicheren Ort, also getrennt vom Rechner, aufbewahren.

Im Ernstfall ergab sich eine große Zahl der Betroffenen tatenlos dem Datenverlustschicksal. 60 Prozent der Befragten gaben an, selbst Daten verloren zu haben. 27 Prozent der Befragten unternahmen im Anschluss nichts. Nur vier Prozent wandten sich an ein professionelles Datenrettungsunternehmen. "Angesichts dieser Mängel im Backup- und Disaster-Recovery-Verhalten fällt die Prognose für die Sicherung und den Schutz von Daten pessimistisch aus. Bei unserem Datenrettungsaufkommen gehen umgerechnet jede Minute zwei Gigabyte Daten verloren. Das entspricht beispielsweise sämtlichen Musiktiteln, die man auf einem iPod Nano speichern kann", kommentiert Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack die Ergebnisse. "Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis eine Festplatte ausfällt. Heute werden mehr wertvolle Informationen als je zuvor gespeichert, deshalb müssen sich die Anwender dieser Risiken bewusst sein und entsprechend vorausplanen. Angesichts der Möglichkeiten, die heute für den Schutz von Daten geboten werden, ist es höchst fahrlässig, tatenlos darauf zu warten, dass der Rechner ausfällt und alle Dateien löscht. Die Einstellung gegenüber der Datensicherung muss sich also unbedingt ändern", so Böhret ergänzend.

Kroll Ontrack hilft den Benutzern bei der Vermeidung zukünftiger Probleme und gibt ihnen folgende einfache Ratschläge, die jeder zum Schutz seiner Computerdaten befolgen kann:

Regelmäßige Datensicherung - Mindestens einmal pro Woche sollte ein Backup von kritischen Daten gemacht werden, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Dateien auf dem neuesten Stand sind. Es ist einfach zu risikoreich, nur einmal im Monat oder gar noch seltener eine Datensicherung durchzuführen.

Backups regelmäßig prüfen - Alle gesicherten Daten müssen überprüft werden, wenn man wirklich sichergehen will, dass Sicherungskopien aller wichtigen Dateien und Fotos im Notfall auch vorhanden und verwertbar sind.

Backups an einem sicheren Ort aufbewahren - Eine weitere wichtige Maßnahme, die die Mehrzahl der Computeranwender außer Acht lässt, ist die räumliche Trennung vom Rechner und Backupmedien. Bei einer Naturkatastrophe, beispielsweise einem Brand oder einer Überflutung, werden beide Datenträger beschädigt, wenn sich Computer und Backupmedien in einem Zimmer befinden.

Betriebszustand des Computers prüfen - Auf den nächsten Ausfall zu warten ist keine Strategie, sondern nur Fahrlässigkeit. Am Markt werden verschiedene Diagnose-Tools angeboten, mit denen der Zustand der Festplatten, der Dateistrukturen und des Hauptspeichers eines Rechners auf Probleme hin untersucht werden können, um einem möglichen Datenverlust vorzubeugen. Die meisten Programme unterstützen die Erkennung aktueller Probleme und auch im Rahmen regelmäßiger Wartungsroutinen die Identifizierung von potenziellen Problemen, die zu einem Datenverlust führen könnten.

Datenrettung nicht vergessen - Auch bei der besten Schutzvorkehrung bleibt ein Restrisiko für einen Datenverlust bestehen. Dann sollte man unbedingt wissen, dass es Datenrettungsservices gibt, die in den meisten Situationen Abhilfe schaffen können. Sind keine verlässlichen Sicherungsdaten vorhanden, dann kann ein solcher Ansprechpartner der einzige Ausweg sein. Grund genug, sich bereits im Vorfeld um einen professionellen Anbieter zu kümmern, der die Daten so schnell wie möglich wiederherstellen kann.


Kroll Ontrack GmbH
Die Kroll Ontrack mit Sitz in Böblingen ist Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung und Computer Forensik, Datenlöschung, - konvertierung sowie Mailbox Recovery. Das Unternehmen Ontrack wurde 1985 in den USA gegründet und gehört zur Unternehmensgruppe Marsh & Mc Lennan Companies Inc., einem führenden Anbieter von Risikomanagement und Versicherungsdienstleistungen. Im Januar 2006 hat Kroll Ontrack die Unternehmen Ibas Holdings ASA und Vogon International übernommen. Die Kroll Ontrack GmbH beschäftigt weltweit über 1.700 Mitarbeiter – davon gut 70 in Deutschland und bietet ihre Dienstleistungen in 13 Sprachen und 21 Ländern an.

Die Spezialisten von Kroll Ontrack machen logisch oder physikalisch beschädigte Daten auf allen Speichermedien wieder verfügbar. Kroll Ontrack kann dabei auf die branchenweit höchste Wiederherstellungsrate verweisen: weltweit mehr als 50.000 Kunden bestätigen jedes Jahr den hervorragenden Service. Im Bereich der elektronischen Beweissicherung (Computer Forensik) stellt Kroll Ontrack Indizien für wirtschaftskriminelle Handlungen sicher und protokolliert alle durchgeführten Aktionen, um die Verwertbarkeit vor Gericht zu gewährleisten.

Kroll Ontrack bietet eine Reihe mehrfach ausgezeichneter Software-Produkte an, wie Ontrack EasyRecoveryTM, Ontrack PowerControlsTM oder Ontrack DataEraserTM. Darüber hinaus ermöglicht das von Kroll Ontrack patentierte Ontrack Remote Data RecoveryTM exklusiv die Online-Datenrettung über gesicherte Modem- oder Internetverbindung.

Webadressen:
www.krollontrack.de
www.ontrack.de