12 Mai 2016

Kroll Ontrack veröffentlicht den dritten vierteljährlichen Datenverlust-Index

Kroll Ontrack veröffentlicht heute den aktuellen Datenverlust-Index (Data Loss Index / DLI), aus dem hervorgeht, dass ein Viertel (25 Prozent) aller Datenverlust-Fälle auf nicht erkannte Speichermedien zurückzuführen ist.

Böblingen, 12. Mai 2016 – Kroll Ontrack veröffentlicht heute den aktuellen Datenverlust-Index (Data Loss Index / DLI), aus dem hervorgeht, dass ein Viertel (25 Prozent) aller Datenverlust-Fälle auf nicht erkannte Speichermedien zurückzuführen ist.1 Über ein Zehntel (11 Prozent) der Befragten erlitten Datenverluste, weil sich das Speichergerät nicht einschalten ließ. Knapp zehn Prozent der Datenverluste wurden dadurch verursacht, dass ein Nutzer das Speichergerät fallen ließ. In mehr als neun Prozent aller Fälle wurden die Daten versehentlich gelöscht.

In den Index fließen Ergebnisse des Selbst-Diagnose-Tools zur Datenrettung ein, mit dem Kroll Ontrack anonymisierte Daten von Nutzern in allen Ländern weltweit erhebt und auswertet. Mit diesem Werkzeug lässt sich eigenständig eine vorläufige Diagnose des Geräts vornehmen. Kroll Ontrack bietet im Anschluss eine erste Empfehlung, was für die Wiederherstellung der Daten getan werden kann. Zu den möglichen Datenverlust-Szenarien, die das Tool abdeckt, zählen Schäden durch Feuer, Flüssigkeiten, Stürze bzw. Aufprall sowie Malware/Viren.

Hauptursachen für Datenverlust Q1 2016

  • 25% - Nicht erkannte Laufwerke
  • 11% - Gerät lässt sich nicht einschalten
  • 10% - Schäden durch Sturz/Aufprall
  • 9% - Gelöschte Dateien
  • 7% - Beschädigte Geräte/Software

Bei Mobilgeräten hingegen waren mit 33 Prozent gelöschte Dateien die Hauptursache. Schäden durch Flüssigkeiten, die in den beiden vergangenen Vierteljahren noch an erster Stelle standen, sind deutlich zurückgegangen und verursachten nur 15 Prozent der Fälle von Datenverlust bei Mobilgeräten, ein Rückgang von 7 Prozent im Vergleich zum vergangenen Vierteljahr.

„Unfälle passieren einfach. Doch in Panik zu verfallen, ob als Einzelperson oder als Unternehmen, ist die denkbar ungünstigste Reaktion. Das vollkommen unzerstörbare und narrensichere Gerät gibt es nicht, und unsere Kunden sind häufig überrascht, wie viele Daten wir selbst in scheinbar hoffnungslosen Fällen wiederherstellen können. Wenn es zu einem Datenverlust kommt, ist es wichtig, die Möglichkeiten und Informationen abzuwägen, bevor man handelt. Beim Versuch, Daten von einem fehlerhaften Gerät wiederherzustellen, besteht beispielsweise das Risiko, dass noch weitere Daten verloren gehen, das Gerät nicht erkannt wird oder die Garantie verfällt. Die Selbstdiagnose mit dem Werkzeug von Kroll Ontrack ist ein erster Schritt für den Nutzer wertvolle Informationen zu erhalten, die ihn auf den richtigen Weg bringen können“, erklärt Peter Böhret, Managing Director Kroll Ontrack GmbH.

Der jüngste Datenverlust-Index von Kroll Ontrack zeigt, dass mehr als zwei Drittel (70 Prozent) aller Datenverlust-Fälle Laptops und externe Festplatten betreffen. Dabei ist der Anteil der Fälle, die sich auf externe Festplatten zurückführen lassen, gegenüber dem vergangenen Quartal um lediglich 2 Prozent auf nunmehr 34 Prozent angestiegen. Bei Datenverlusten auf Laptops dagegen war ein Rückgang von 10 Prozent auf jetzt 36 Prozent zu verzeichnen. Nach wie vor entfällt mit 2 Prozent nur ein sehr geringer prozentualer Anteil der gemeldeten Datenverluste auf Bandlaufwerke und andere Speichergeräte mit Magnetband.

Das Selbst-Diagnose-Werkzeug von Kroll Ontrack wird weltweit von Kunden und Partnern genutzt. Seit dem Launch der lokalisierten Sprachversionen hat sich die Anzahl der Selbstbewertungen im Vergleich zum vergangenen Quartal mehr als verdoppelt (Anstieg von 1.036 auf 2.226 Selbstbewertungen). Besonders in Deutschland wird das Tool stark genutzt.

Betrachtet man die Ergebnisse aus den europäischen Ländern, so liegen die Hauptursachen in nicht erkannten Laufwerken, Schäden durch Sturz bzw. Aufprall, Geräten, die sich nicht einschalten lassen, Schäden durch Flüssigkeit, gelöschten Dateien, physischen Beschädigungen und beschädigter Hard- bzw. Software. Zu den Datenverlust-Ursachen, die die Nutzer aus allen ausgewerteten Ländern am häufigsten nannten, zählen nicht erkannte Geräte. In diesen Fällen scheinen ganze Laufwerke einfach zu verschwinden; Grund können Hardwareausfälle oder Spannungsschwankungen sein. Dies zeigt deutlich, wie wichtig regelmäßige Daten-Backups sind, damit keine Informationen verloren gehen.

1 Datengrundlage für die Analyse: Angaben von 2.226 Nutzern des Selbst-Diagnose-Tools zur Datenrettung aus 43 Ländern.