8 Oktober 2009

Dienstleister-Check: Kroll Ontrack weist auf entscheidende Qualitätskriterien für die Datenrettung hin

Böblingen, 08. Oktober 2009. Bei Datenverlust gibt es für eine erfolgreiche Datenrettung meist nur eine einzige Chance. Umso wichtiger ist es da, sich einen seriösen Partner zu suchen. Kroll Ontrack, führender Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Datenlöschung und Computer Forensik, erhält immer wieder Speichermedien, an denen bereits Reparaturversuche vorgenommen wurden. Darunter befinden sich nicht nur Laufwerke, an denen Kunden selbst geschraubt haben, sondern auch Medien, die zu vermeintlich professionellen Datenrettern gesendet wurden. Hierbei kommt es oft zu fatalen Fehlern und die Daten können für immer verloren gehen oder die Datenrettung wird zusätzlich erschwert. Häufig gerät man in der Notsituation an unseriöse Anbieter und kann so viel Geld und auch die Daten verlieren. Dabei können schon formale Merkmale überprüfbare Indizien zur Seriosität der Angebote liefern. Eine Checkliste zur Bewertung von Datenrettungsanbietern findet sich unter dem Link http://www.ontrack.de/professionelle-datenrettung.

Wie es Datenrettungskunden ergehen kann, müssen Kunden oft unangenehm erfahren – wie in dem Fall eines Praktikanten in einer Hamburger Kommunikationsagentur. Studienunterlagen, inklusive Bachelor-Arbeit, persönliche Daten, Fotos, Musik und Schriftverkehr waren nicht mehr verfügbar. „Nachdem ich über das Internet Kontakt mit dem so genannten Dienstleister aufgenommen und meine Festplatte eingeschickt hatte, wurde mir eine kostenlose Fehleranalyse zugesagt. Die versprochene Liste mit den wieder herstellbaren Daten habe ich nie erhalten. Dann wurde mir mitgeteilt, dass die Schreib-/Leseköpfe der Festplatte defekt sind und diese ausgetauscht werden müssten. Dafür musste ich 400 Euro Vorkasse leisten, bei einem Kostenvoranschlag für die komplette Wiederherstellung von knapp 1000 Euro. Nach eineinhalb Wochen und keinerlei Feedback bekam ich meine defekte Festplatte ohne irgendeine Information, was genau gemacht wurde und ob Daten gerettet werden konnten, zurück“, sagt das Opfer, welches sich dann an Kroll Ontrack wendete.

Um ähnliche Erfahrungen zu vermeiden, hat Kroll Ontrack fünf Qualitätsmerkmale formuliert, anhand derer die Kunden Datenrettungsanbieter beurteilen können:

  1. Wo erfolgt die Datenrettung? Entscheidend ist der Gerichtsstand des Anbieters, um sicher zu gehen, dass der Kunde bei Problemen durch rechtliche Vorgaben abgesichert und der Datenschutz gewährleistet ist. Vorsicht ist auch bei Billiganbietern geboten, da diese Datenträger oft ohne das Wissen der Kunden im Ausland bearbeiten lassen – nicht nur die Kontrolle über die Daten ist dabei kritisch zu sehen; auch die Dauer der Datenrettung verlängert sich wesentlich.
  2. Wie sieht es mit der Qualität aus? Der Anbieter muss über ein professionelles Datenrettungslabor verfügen, an das auch ein Reinraum der Klasse 100 angeschlossen ist. Nur so lassen sich beim Öffnen der Datenträger Folgeschäden durch Staubkörner an den hochpräzisen Komponenten vermeiden. Dass dafür die technische Expertise der Mitarbeiter gegeben sein muss, versteht sich von selbst.
  3. Wie gut ist der Service? Gleich beim ersten Kontakt muss der Kunde kompetent beraten werden. Zum Service gehört auch eine ausführliche Liste der zu rettenden Dateien, aus der der Kunde vorab entnehmen kann, ob die wirklich wertvollen Daten dabei sind.
  4. Was kostet die Datenrettung? Der Preis für die Datenrettung sollte nicht an erster Stelle stehen, zudem kommt es auf die Details der Preisgestaltung und vor allem Transparenz an: Wie viel kostet die Diagnose? Welche Leistungen (Abholung, Versand) und sonstige Posten (Ersatzteile, neuer Datenträger) werden wie berechnet und welche Zusatzkosten können entstehen?
  5. Ist der Datenschutz gewährleistet? Bei einer professionellen Datenrettungsfirma ist jeder einzelne Mitarbeiter, der mit den vertraulichen privaten oder geschäftlichen Daten der Kunden in Berührung kommt, dem Datenschutz verpflichtet. Nicht mehr nachvollziehbar ist die Integrität der Daten bei der Bearbeitung im Ausland.

Edmund Hilt, Managing Director Kroll Ontrack in Böblingen, erklärt: „Wir erhalten vermehrt Speichermedien, insbesondere Festplatten, die bereits durch Anwender oder vermeintlich professionelle Datenretter geöffnet wurden. Bei der Datenrettung ist jedoch der erste Handgriff entscheidend. Durch unsachgemäße Arbeiten an defekten Festplatten setzen Kunden ihre Daten aufs Spiel und provozieren einen endgültigen Datenverlust.“