24 November 2009

Faktor Mensch laut Kroll Ontrack immer wichtiger: Menschliche Fehler, komplexe Technik und weniger Ressourcen befördern Datenverlust

Böblingen, 24. November 2009. Menschliche Fehler sind ein wesentlicher Grund für die Zunahme an Datenverlusten. Dies belegen die Erfahrungen von Kroll Ontrack, führendem Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Datenlöschung und Computer Forensik. Fehlbedienungen werden durch immer komplexere Storage-Systeme folgenschwerer. Gerade in der Virtualisierung kommt es daher immer häufiger zu Anfragen nach Datenrettung. Sinkende Investitionen in Hardware, in das Training und in eine optimale Besetzung des IT-Personals verstärken diesen Effekt. Über die Risiken eines Datenverlustes und die Möglichkeiten einer Datenrettung in virtuellen Umgebungen bietet Kroll Ontrack mehr Informationen unter Virtuelle Datenrettung .

„Fortschrittliche Speichermöglichkeiten durch Virtualisierung und Cloud Computing bieten optimierte und hochflexible Speicherlandschaften. Aber der Faktor Mensch lässt sich nicht ausblenden. Je komplexer eine Technologie ist, umso häufiger und folgenreicher werden Bedienungsfehler“, erklärt Edmund Hilt, Managing Director bei Kroll Ontrack. „Die Komplexität der neuen Speicherlandschaften erfordert ein deutliches Mehr an Fortbildung und eine intensive Einarbeitung. Die auf Rekordtief gesunkenen Ausgaben in der IT erhöhen die Häufigkeit des Datenverlustes durch menschliches Versagen. Die aktuellen Einsparungen bei den IT-Ausgaben werden häufig mit Datenverlust bezahlt.“ Laut Gartner Inc. sanken die IT-Budgets in 2009 um 6,9 Prozent.

Die fünf häufigsten Fälle von menschlichem Versagen sind laut den Experten von Kroll Ontrack die folgenden:

  • Entfernung des falschen Laufwerks: Beim Auswechseln einer defekten Festplatte in einem RAID-Verbund wird aus Versehen ein noch funktionierender Datenträger entfernt.
  • Re-Formatierung eines Laufwerks: Während einer Server-Migration wird versehentlich die falsche SAN LUN neu formatiert.
  • Speicherung korrupter oder veralteter Backups: Server mit geschäftskritischen Datenbanken werden fälschlicherweise gelöscht. Stattdessen wird ungeprüft ein Backup aufgespielt, welches selber korrupt oder nicht mehr aktuell ist.
  • Wiederaufbau eines schlechten RAID-Verbundes: Nach dem Ausfall mehrerer Einzellaufwerke wird versucht, einzelne RAID-Platten wieder anzusprechen und so die ursprüngliche Konfiguration wiederherzustellen. Dies beschädigt die Daten und den Verbund aber noch weiter.
  • Löschen von Daten ohne verwertbares Backup: Dateien, Datenträger, virtuelle Maschinen oder eine SAN LUN werden versehentlich gelöscht. Ein Backup ist nicht vorhanden, veraltet oder korrupt.

Eine Wiederherstellung der Daten ist aber in den meisten Fällen noch möglich, wenn rechtzeitig professionelle Hilfe gesucht wird. 2009 konnte Kroll Ontrack auch in den folgenden Fällen helfen:

  • Bei einem gespiegelten SAN Cluster wurde vor den Wartungsarbeiten versäumt, den Replikationslink zu stoppen. Ein beschädigtes virtuelles VMFS Volume wurde sofort repliziert und ging auf beiden Servern verloren.
  • In einem RAID-5-Verbund mit 10 Laufwerken wurde der Ausfall eines Laufwerks drei Monate lang nicht bemerkt. Als ein zweites Laufwerk ausfiel, stürzte der Server ab und die Daten waren nicht mehr verfügbar. Vor dem Versuch, die Laufwerke wieder anzusprechen und so irrtümlich die Daten endgültig zu zerstören, wandte sich der Kunde an Kroll Ontrack. Die Ingenieure bauten den Verbund wieder auf und konnten alle Daten wieder retten.
  • Ein Unternehmen spielte während eines Testprojekts ein Script auf, das alle 38 virtuellen Maschinen von zwei Verbünden löschte. Kroll Ontrack konnte mit der patentierten Remote Data Recovery über eine gesicherte Internetverbindung auf das System zugreifen und die gelöschten Daten wiederherstellen. Die virtuellen Maschinen konnten auf einen neuen Verbund kopiert werden.
  • Ein Leasing-Anbieter von Cloud Computing-Diensten entfernte ein virtuelles Laufwerk aus der Cloud. Der Effekt ist derselbe, wie wenn man einem physikalischen Laufwerk die Kabel entfernt. Als das Volume wieder eingebunden werden sollte, konnte der virtuelle Datenträger nicht mehr angesprochen werden. Windows kommentierte das Laufwerk als nicht belegten beziehungsweise eingerichteten Speicherplatz. Auch hier konnten die Ingenieure von Kroll Ontrack das beschädigte Cloud Storage Volume im Remote Modus innerhalb von vier Stunden reparieren.
  • 20 VMFS Volumes wurden nach Austausch der zweiten Festplatte auf dem Backup Server versehentlich auch mit initialisiert. Während die virtuellen Maschinen und ESX Server weiterliefen, stellte der Backup Server seinen Dienst sofort ein. Bei einem Neustart der 10 ESX Server hätte man sofort Ausfallzeiten und Datenverlust riskiert. Kroll Ontrack konnte die virtuellen Laufwerke wieder aufbauen und alle Informationen innerhalb eines Tages wiederherstellen.