8 Mai 2012

Datenrettung: Kosten, Technik und Sicherheit im Griff

Kroll Ontrack räumt mit Vorurteilen zum Umgang mit Datenverlust in Unternehmen auf

Wie reagiert man richtig, wenn Festplatten versagen, IT-Mitarbeiter versehentlich wichtige Daten löschen oder wichtige Vertragsdaten wegen eines Softwarefehlers plötzlich nicht mehr zugänglich sind? Nach der Erfahrung von Kroll Ontrack, dem Spezialisten für Datenrettung und Datenmanagement, herrschen in Unternehmen zahlreiche Vorurteile darüber, ob und wie sich Daten nach einem Schaden noch retten lassen. Viele Unternehmen setzen sich nicht damit auseinander, welche Kosten für eine Datenrettung anfallen dürfen, ob auch Daten aus komplexen Systemen noch zu retten sind und ob Daten bei einer Wiederherstellung ausreichend geschützt sind. Aus Unwissen schützen viele Unternehmen wichtige Daten nicht ausreichend vor einem Verlust oder geben sie nach einem Schaden zu früh verloren. Aus diesem Anlass räumt Kroll Ontrack heute mit fünf weit verbreiteten Vorurteilen zum Thema Datenrettung auf und gibt Tipps dazu, wie Unternehmen bei einem Datenverlust am besten reagieren sollten.

Mythos 1: „Das billigste Angebot für Datenrettung ist genauso gut wie jedes andere“

Wenn Anbieter mit kostenlosen Evaluierungen, gedeckelten Preisen oder marktschreierisch günstigen Angeboten locken, ist Vorsicht geboten. Unternehmen sollten sorgfältig prüfen, ob sie nicht im Nachhinein versteckte Gebühren bezahlen müssen oder auch für eine nicht erfolgreiche Datenrettung zur Kasse gebeten werden. Seriöse Anbieter liefern vor der eigentlichen Datenrettung eine Liste mit allen Dateien, die wiederhergestellt werden können, und legen einen ausführlichen schriftlichen Kostenvoranschlag vor, der auch darüber informiert, welche Ersatzteile eventuell nötig sind und wie komplex die Rettung der Daten sein wird. Darüber hinaus sollten keine Kosten anfallen, auch nicht für Arbeiten im Reinraum oder weitere Ersatzteile. Unternehmen sollten außerdem darauf achten, dass sie auch nach der eigentlichen Wiederherstellung der Daten Support bekommen, damit es beim Überspielen der Daten zurück in die Unternehmensumgebung keine Schwierigkeiten gibt.

Mythos 2: „Wir hatten noch nie einen größeren Datenverlust, also brauchen wir auch keinen Datenrettungsplan“

Sich auf sein Glück zu verlassen, kann gefährlich sein. Unternehmen, die noch keine größeren Systemausfälle oder Datenverluste hatten, gehen häufig davon aus, dass für solche Fälle nicht unbedingt vorausgeplant werden muss und dass ihr Backup-System ausreicht. Der Fall der Fälle kann jedoch nie ausgeschlossen werden und erfordert dann schnelles und gezieltes Handeln. Liegt ein Plan für den Fall eines Datenverlustes vor, müssen Unternehmen im Notfall nicht erst mühsam nach Datenrettern recherchieren. Wer frühzeitig Kontakt zu einem Datenrettungsanbieter aufnimmt, kann Informationen einholen, die über den ersten Eindruck auf der Website hinausgehen: Kann der Datenretter detaillierte Fragen zu den Speicherplattformen des Unternehmens, zu Datenbanken, E-Mail-Systemen oder virtuellen Umgebungen beantworten? Hat er ausreichend Ingenieure mit den nötigen Kenntnissen und Niederlassungen vor Ort? Hat der Anbieter Erfahrung mit und spezielle Services für die neuesten Speichertechnologien?

Mythos 3: „Unsere IT-Abteilung kann mit Datenverlusten umgehen“

Kommt es zu einem Verlust von Unternehmensdaten, ist die IT-Abteilung natürlich die erste Anlaufstelle. Trotzdem haben viele Unternehmen nicht die nötige Erfahrung oder genügend IT-Mitarbeiter, um Daten ausreichend schnell und in der gewünschten Qualität wiederherzustellen. Spezialisten für Datenrettung können hier helfen. Sie sollten dazu in der Lage sein, Schritt für Schritt mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten und die IT-Abteilung über den gesamten Prozess auf dem Laufenden zu halten. Wer schon Kontakt zu einem Datenretter aufnimmt, bevor es zum Datenverlust kommt, kann außerdem sicherstellen, dass dieser im Notfall auch schnell helfen kann, Services remote oder vor Ort anbietet und mit den Systemen der Unternehmens-IT zurechtkommt.

Mythos 4: „In einigen Fällen ist eine Datenrettung sowieso aussichtslos“

Dass eine professionelle Datenrettung nur nach einem Festplattenausfall helfen kann und in anderen Fällen aussichtslos ist, ist ein Irrtum. Der Versuch, wichtige Unternehmensdaten zu retten, lohnt fast immer: Auch nach logischen Fehlern, bei komplexen Datenbanken, virtuellen Systemen oder verschlüsselten Daten ist mit ausreichend Erfahrung oft eine Wiederherstellung möglich. Allerdings gibt es häufig nur eine Chance, verlorene Daten wiederherzustellen. Deshalb ist es wichtig, den Datenrettungsanbieter sorgfältig auszuwählen.

Mythos 5: „Beim Datenretter sind meine Daten auf jeden Fall sicher“

Ein wichtiger Aspekt bei der Datenrettung ist die Sicherheit der betroffenen Daten. Bevor Unternehmen beschädigte Festplatten zu einem Datenretter schicken, sollten sie deshalb sorgfältig prüfen, welche Sicherheitsprotokolle und Prozesse für die Datenrettung dort angewendet werden und wie die Erfolgsquote des Anbieters ist. Damit die Daten nicht in unbefugte Hände gelangen, sollten höchste Sicherheitsstandards für den gesamten Prozess der Datenrettung gelten, nicht nur für die eigentliche Wiederherstellung. Sicherheit geben strikte Regelungen für den Datenschutz, zudem erfolgt die Datenrettung ausschließlich annach ISO-5/Klasse 100 zertifizierten Reinraumarbeitsplätzen. Für den Datenaustausch zwischen dem Unternehmen und dem Datenretter sollten außerdem immer Verschlüsselungsprotokolle verwendet werden.

Weitere Informationen zu den Datenrettungsmythen erhalten Sie unter folgendem Link:

Datenrettung Checkliste