8 Februar 2012

Kroll Ontrack: Datenrettung von Solid-State-Drives in einem Viertel der Zeit

Neuer Service verbessert die Erfolgsquote und beschleunigt die Wiederherstellung für SSD-Medien

Böblingen, 8. Februar 2012. Kroll Ontrack stellt heute neue Services für die Datenrettung von Solid-State-Drives (SSDs) vor. Der Spezialist für Datenrettung und Information-Management kann Daten von SSDs künftig in besserer Qualität und in einem Viertel der normalerweise benötigten Zeit wiederherstellen. Für die technischen Herausforderungen bei der Datenrettung von Flash-basierten SSD-Medien haben die Datenrettungs-Ingenieure von Kroll Ontrack eine Reihe spezieller Technologien entwickelt.

SSD-Medien und Flash-Speicher sind in Unternehmen und für den privaten Gebrauch inzwischen weit verbreitet: In einer im August 2011 veröffentlichten Umfrage stellte Kroll Ontrack fest, dass bereits 70 Prozent der Befragten SSDs oder Flash-Speicher im Einsatz haben oder eine Anschaffung planen. Mehr als 90 Prozent der Nutzer schätzten die Technologie als zuverlässig ein – obwohl 57 Prozent von ihnen schon einmal Daten von SSD- oder Flash-Technologien verloren hatten.

Wegen der technischen Architektur von SSDs war die Datenrettung von diesen Medien bislang allerdings deutlich zeitaufwändiger als bei anderen Speichermeiden – manchmal sogar unmöglich. Mit seinen neuen Services automatisiert Kroll Ontrack viele der nötigen Prozesse und kann so die Daten schneller und mit höherer Erfolgsquote wiederherstellen.

Tools für das SSD-Datenpuzzle
„Solid-State-Medien stellen die Datenretter gleich in mehrfacher Hinsicht vor Probleme“, erklärt Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack. „Auf klassischen Festplatten bleiben die Daten normalerweise am gleichen physischen Speicherort, auch wenn sie verändert werden. Auf SSDs dagegen ändert sich der Speicherort bei jedem Zugriff und jedem neuen Abspeichern. Das macht die Wiederherstellung wesentlich komplizierter.“

Eine weitere Besonderheit von SSD-Medien ist das sogenannte Wear-Leveling. Diese Technik gleicht den Verschleiß unterschiedlicher Sektoren des Speichermediums aus und macht die Medien so langlebiger. Bei einem Ausfall müssen die per Wear-Leveling verteilten Daten jedoch wie bei einem Puzzle aufwändig wieder zusammengesetzt werden.

Noch schwieriger wird die Datenrettung von SSDs, weil die einzelnen Speicherchips auf jedem Gerät ähnlich wie in einer RAID-Konfiguration zusammenarbeiten. Die Daten sind deshalb insgesamt sehr unzusammenhängend abgelegt und müssen nach einem Datenverlust mühsam wieder zusammengefügt werden. Zudem gibt es unter den verschiedenen Herstellern noch keine Standards für die Konfiguration. Die neuen Datenrettungs-Services für SSDs müssen deshalb unter anderem mit unterschiedlichen Methoden für Error Checking & Control (ECC) zurechtkommen.

„SSDs verbreiten sich momentan sehr schnell am Markt“, kommentiert Peter Böhret. „Als Spezialist für Datenrettung forscht Kroll Ontrack in seinen Entwicklungslaboren weltweit seit Jahren intensiv an Lösungen zur Datenwiederherstellung für SSD-Technologien. Als Ergebnis dieser Entwicklungsarbeit bietet unser neuer Service jetzt trotz der technischen Besonderheiten von SSD-Medien die schnelle und zuverlässige Datenrettung für Flash und SSD – davon profitieren unsere Kunden, die wertvolle Daten auf diesen Medien abgelegt haben.“