22 Mai 2012

Datenschutz für Weltenbummler

Kroll Ontrack gibt Verhaltenstipps für sicheren Einsatz mobiler Geräte auf Reisen

Ferne Länder, vibrierende Metropolen, ruhige Strände – die Deutschen sind Reiseweltmeister und gerne im Ausland unterwegs. Immer öfter halten sie dabei die Zuhausegebliebenen über Email, Facebook & Co. auf dem Laufenden und nutzen dafür häufig ihre eigenen mobilen Geräte. Über die Sicherheit machen sich dabei aber nur die Wenigsten Gedanken. Kroll Ontrack, der Spezialist für Datenrettung und Datenmanagement, erklärt, worauf Urlauber achten sollten und was im Falle einer Beschädigung oder des Verlusts von Geräten getan werden kann.

Der Urlaub ist für viele die schönste Zeit im Jahr und es wird viel Energie in die Reiseplanung und -vorbereitung gesteckt. Wer das eigene Handy, Tablet oder Notebook mit auf Reisen nimmt, sollte auch hier entsprechende Vorkehrungen treffen: Von Sand und Salzwasser über schlecht geschützte WLANs bis zu Taschendieben gibt es viele Gefahren, die dem elektronischen Begleiter zusetzen können. Mit folgenden Tipps schützen Sie Ihre Daten und begrenzen im Fall der Fälle den Schaden:

  1. Sichern Sie Ihre Daten mit einem Backup: Die vielleicht wichtigste Vorbereitung, wenn Sie im Urlaub nicht auf Ihr eigenes Gerät verzichten möchten. So sind Sie abgesichert, falls die Hardware beschädigt wird oder abhanden kommt. Egal ob Sie dafür externe Festplatten, DVDs oder den Online-Speicher Ihres Handyanbieters nutzen – im Problemfall können Sie Ihre Daten leicht wiederherstellen und der Ärger wird deutlich geringer ausfallen.
  2. Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen: Was im Alltag wegen gut geschützter Internetverbindungen genügt, kann auf Reisen unzureichend sein. Checken Sie deshalb die Stärke Ihres Passworts, die Einstellungen für Cookies und dass die Anti-Viren-Software aktiv ist. So verringert sich die Gefahr, sich beim Surfen über einen WLAN-HotSpot oder in einem Internet-Café einen Virus einzufangen, wenn Sie dort zum Beispiel Fotos vom Handy herunterladen. Auch wenn Sie eine Speicherkarte oder einen USB-Stick nutzen, sollten Sie diese vor der Verwendung zu Hause überprüfen, um sich keinen Virus einzuschleppen. Wenn Sie außerdem die automatische Bluetooth- und Internet-Verbindung deaktivieren, haben Sie unter Kontrolle, wann Ihr Gerät auf Netzwerke zugreift und damit auch angreifbar ist.
  3. Bringen Sie die Systeme auf den neuesten Stand: Software-Updates enthalten oft Fehlerkorrekturen und schließen Sicherheitslücken. Deshalb sollten Sie regelmäßig prüfen, ob neue Versionen verfügbar sind und diese installieren. Auch Hardwarekomponenten können durch sogenannte Firmware-Updates aktualisiert werden. Generell gilt: Je aktueller der Systemstand, desto schneller, sicherer und stabiler das Gerät.
  4. Schützen Sie Ihr Gerät vor äußeren Einflüssen: Sonne, Strand und Meer – was dem Menschen gefällt, ist für die empfindlichen Mobilgeräte eine Strapaze. Wer auch am Pool oder Strand nicht auf sein geliebtes Spielzeug verzichten möchte, sollte es in einer Hülle vor Sand und Spritzwasser schützen und während des Gebrauchs lieber etwas Abstand zum Wasser und planschenden Personen halten. Außerdem ist darauf zu achten, dass elektronischen Geräten nicht zu heiß wird. Bei großer Wärme kann sich beispielsweise der Schreib- und Lesekopf der Festplatte ausdehnen und so nicht mehr die ursprüngliche Spurbreite beim Ablesen der Daten einhalten. Informationen können dann nicht mehr ausgelesen werden. Viele Geräte schalten sich bei zu großer Hitze automatisch ab. Wichtig: Lassen Sie das Gerät in Ruhe abkühlen, bevor Sie es wieder in Betrieb nehmen.
  5. Treffen Sie Vorkehrungen für den Verlustfall: Erfahrungsgemäß ist die Diebstahlgefahr im Urlaub größer als zu Hause. Sei es, weil man durch die neuen Eindrücke abgelenkt und weniger aufmerksam ist oder weil sich Diebe auf Touristen spezialisiert haben. Am besten lassen Sie Ihre Geräte im Safe. Ansonsten tragen Sie sie nah am Körper, möglichst in einer verschlossenen Innentasche. Zur Sicherheit können Sie auch eine Software installieren, mit der Sie ein verlorenes Gerät aus der Ferne orten und sperren können. Wenn Sie zuvor ein Backup erstellt haben, können Sie zumindest Ihre Daten zu Hause auf ein neues Gerät überspielen.
  6. Im Ernstfall Ruhe bewahren: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass Sie einmal Daten verlieren oder nicht mehr auf sie zugreifen können. Hier gilt es, Ruhe zu bewahren. Selbst wenn es auf den ersten Blick scheint, als ob die Daten verloren sind, muss das nicht unbedingt der Fall sein. Ein Notebook mit einer mutmaßlich beschädigten Festplatte sollte vorsichtig transportiert werden. Schütteln oder Zerlegen kann den Schaden noch schlimmer machen. Finger weg auch von Haartrocknern bei einem Wasserschaden oder dem Kühlschrank bei Überhitzen. Können Sie die Inhalte nicht einfach wieder rekonstruieren, sollten Sie sofort professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Oft entstehen irreversible Schäden an den Dateien erst durch die eigenen Rettungsversuche. Kroll Ontrack, Spezialist für Datenrettung und Datenlöschung, verfügt über ein weltweites Netz an Laboren, in denen Ihre Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit gerettet werden können. Vor der finalen Auftragserteilung an die Datenrettungsspezialisen steht eine umfassende Beratung und Voranalyse, bei der die rettbaren Inhalte festgestellt werden und Sie entscheiden können, ob und was Sie retten wollen. Damit sind Sie in jeder Hinsicht auf der sicheren Seite.