12 Maerz 2012

25 Jahre Datenrettung

Kroll Ontrack: Datenexplosion erfordert neue Techniken für Datenrettung / 1,4 Millionen Fälle von Datenverlust weltweit im Jahr 2011

Böblingen, 12. März 2012 – 25 Millionen handelsübliche 4 GB-USB-Sticks: Diese Anzahl bräuchte man, wollte man alle Dateien ablegen, die Kroll Ontrack in 25 Jahren Unternehmensgeschichte gerettet hat. Damals wie heute gehen auf etwa jedem tausendsten Computer Daten verloren. Im vergangenen Jahr 2011 waren das 1,4 Millionen Fälle von Datenverlust weltweit. Kroll Ontrack, Spezialist für Datenrettung und Information Management, hat im Jahr 1987 das erste Datenrettungslabor in den USA gegründet und feiert daher in diesem Jahr 25 Jahre Datenrettung. Im ersten Jahr stellten die Ontrack Datenrettungsingenieure 1,2 GB an Daten wieder her – das entspricht gerade mal einem 500stel der Kapazität, die heute eine durchschnittliche Festplatte hat. Im Jahr 2011 dagegen rettete Kroll Ontrack fast 35 Millionen GB (35 PB) an Daten. Und wegen der wachsenden Digitalisierung des Privat- und Geschäftslebens zeigt der Trend weiter steil nach oben.

Zum Jubiläum hat Kroll Ontrack eine Infografik zur Entwicklung der Datenrettung seit Beginn des PC-Zeitalters in den 1980er Jahren veröffentlicht. Die Analyse öffentlich zugänglicher Quellen zum IT-Markt zeigt, dass die Fälle von Datenverlust in den vergangenen 25 Jahren parallel zur Gesamtzahl der PCs weltweit gestiegen sind. In den 1980ern gab es weltweit geschätzte 7.000 Computer pro Million Erdbewohner und circa 33.000 Fälle von Datenverlust weltweit. Bereits Mitte der 1990er war diese Zahl auf 40.000 Computer pro Million Menschen gestiegen. Die Zahl der Datenverluste lag bei etwa 225.000. Die aktuellsten Zahlen für das Jahr 2011 gehen von etwa 200.000 Computern pro Million Menschen und etwa 1,4 Millionen Fällen von Datenverlust weltweit aus.

„In den vergangenen 25 Jahren haben wir bei Kroll Ontrack teilweise extreme Fälle von Datenverlust gesehen. So kommen nach Naturkatastrophen oft verbrannte, wassergeschädigte oder physisch zerstörte Datenträger in unsere Labore“, kommentiert Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack. „Trotzdem haben wir auch in sehr schwierigen Fällen eine hohe Erfolgsquote bei der Datenrettung, in all unseren Datenrettungslaboren und Reinräumen weltweit. Ein Highlight der Unternehmensgeschichte war sicher die Datenrettung nach dem Absturz des Space Shuttle Columbia im Jahr 2003. Nach dem Crash konnten wir damals 99 Prozent der wichtigen Daten von einer geschmolzenen und verbrannten Festplatte retten.“

Laut der aktuellen IDC Digital-Universe-Studie verdoppelt sich die produzierte Datenmenge jedes Jahr und wird im Jahr 2012 1,8 Zetabytes übersteigen. Das entspricht einem HD-Film von 200 Milliarden Stunden Länge – also mit einer Laufzeit von 47 Millionen Jahren. Mit der steigenden Datenmenge steigt allerdings auch die Anzahl verlorener Daten. Nach Erkenntnissen des Analystenhauses Gartner verliert jedes Jahr mindestens ein Viertel der Computer-User weltweit Daten. Statistiken aus den Laboren von Kroll Ontrack zeigen, dass knapp ein Drittel dieser Datenverluste (29 Prozent) auf Hardware-Fehler zurückzuführen sind. Für fast genauso viele Datenverluste (27 Prozent) sind menschliche Fehler die Ursache. Weitere Gründe für Datenverluste sind Software-Fehler (7 Prozent) und Computer-Viren (7 Prozent). Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Brände machen nur etwa 3 Prozent der Fälle von Datenverlust aus.

„Unser Leben ist heute digital“, kommentiert Peter Böhret. „Privatpersonen und Unternehmen übernehmen ständig neue Entwicklungen wie Virtualisierung, Cloud-Computing oder soziale Netzwerke. Daran muss sich auch die Datenrettung anpassen, damit sie neuen Speichertechnologien gewachsen ist. Für Unternehmen ist es dabei besonders wichtig, dass Geschäftsdaten im Notfall schnell wieder zur Verfügung stehen. Deshalb sollten Unternehmen ihre Pläne für IT-Sicherheit und Disaster Recovery regelmäßig an die neu eingesetzten Technologien anpassen. Und sie sollten in ihren Disaster Recovery Plan einen Anbieter für Datenrettung aufnehmen, der Erfahrung mit den neuesten Technologien hat und mit der Marktentwicklung Schritt hält.“

Weitere Informationen zur Analyse finden Sie in der Infografik anbei oder unter: www.krollontrack.de/datenrettung/digitale-zeitgeschichte