11 Februar 2009

Digitaler Filmriss? – Kroll Ontrack plädiert für Datensicherheit auch im Home Entertainment

Infolge des Multimedia-Booms wächst das Datenvolumen in privaten Haushalten – aber damit auch das Datenverlustrisiko

Böblingen, 11. Februar 2009. Die IT-Branche geht davon aus, dass das weltweite Datenvolumen jährlich um fast zwei Drittel zunimmt und bis 2011 zehnmal größer sein wird als noch im Jahr 2006. Für einen beträchtlichen Teil dieses gigantischen Wachstums ist der Multimedia-Boom in privaten Haushalten verantwortlich. Seitdem Digitalkamera, PC, Notebook, MP3-Player sowie DVD- und Festplatten-Rekorder zur digitalen Standardausstattung gehören, produzieren und archivieren die Benutzer jede Menge datenintensive Fotos, Filme und Spiele. Anlass genug für Kroll Ontrack, Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Mailbox-Recovery-Software und Computer Forensik, vor all zu sorglosem Umgang mit der digitalen Technik zu warnen und Tipps zur Erhöhung der Datensicherheit zu geben. Denn die digitalen Entertainment-Daten stellen einen immer größeren finanziellen und persönlichen Wert dar. Familienfotos sind nicht mehr wiederzubringen, Musiksammlungen müssen bei Verlust kosten- und zeitaufwändig wiederbeschafft werden.

Die immer größere Menge an Multimedia-Daten gilt es auch zu archivieren. Viele Benutzer nutzen vermehrt externe Festplatten statt CDs. Doch auch die neuen kompakten Laufwerke mit großem Speichervolumen auf kleinem Raum bieten keine absolute Sicherheit vor Datenverlust. Nachlässiger Umgang, unsachgemäßer Transport oder Erschütterungen gefährden die gespeicherten Daten und machen sie im schlimmsten Fall nicht mehr zugänglich. Wertvolle Datensammlungen scheinen verloren. Dasselbe gilt für mobile Medien wie den iPod oder USB-Sticks, wenn sie fahrlässig als Dauerspeicher missbraucht werden und kein zusätzlicher Backup vorhanden ist. Doch auch bei stationären Systemen ist zur Vorsicht geraten. Home-Server-Lösungen, die alle anfallenden Daten zentral speichern, können diese aus den unterschiedlichsten Gründen verlieren. Auch DVD-Rekorder haben ihre speziellen Datenverlustrisiken.

Wenn man auch nicht gleich mit dem schlimmsten Fall rechnen muss, empfiehlt es sich doch, einige Ratschläge zur Datenarchivierung zu beachten. Kroll Ontrack hat einen kleinen Leitfaden zusammengestellt, der Tipps bereithält, wie sich das private Multimedia-Archiv am sichersten anlegen lässt:

  • Regelmäßige Backups sind unerlässlich: Dies gilt umso mehr für die wachsenden Musik- und Fotosammlungen. Bei marktüblichen Kosten von etwa einem Euro pro Lied ergeben sich daraus auch erhebliche finanzielle Werte, die es entsprechend zu schützen gilt. Gleiches gilt für private Fotos, die oft einen hohen persönlichen Wert darstellen.
  • Backups nie in PC-Nähe lagern: Sobald alle Fotos und Lieder gesichert sind, sollten die Backup-Medien an einem anderen Ort möglichst fernab vom PC oder Notebook aufbewahrt werden. So bleiben die Daten auch dann sicher, wenn es im Computerzimmer zum Beispiel zu einem Brand kommt. Generell ist Speicherdisziplin angeraten. Manch vermeintlicher Datenverlust ist darauf zurückzuführen, dass man nicht mehr weiß, wo man etwas abgespeichert hat.
  • Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser: Der Backup auf optischen Medien sollte regelmäßig auf Funktionsfähigkeit kontrolliert werden. Sonst läuft man Gefahr, nur korrupte Daten zu sichern, die nicht ausgelesen werden können. Optische Datenträger sollten in der Regel spätestens alle fünf Jahre auf neue Datenträger überspielt werden.
  • Rechtzeitig handeln: Besteht der Verdacht, dass bei der Speicherung etwas falsch läuft, sollte man sofort reagieren. Denn mit jedem neuen Speichervorgang können neue Daten die älteren Dateien fälschlicherweise überschreiben. Besonders bei klackenden Geräuschen, die auf einen Head-Crash hindeuten, ist schnelle Hilfe unbedingt notwendig, da ansonsten die Datenträgerschicht endgültig beschädigt wird.
  • Die Sache mit den Formaten: Wer auf Archivierungs-Tools zurückgreift, sollte darauf achten, dass die verschiedensten Daten- und Speicherformate unterstützt werden. Die Vielfalt verschiedener proprietärer Formate kann schnell unübersichtlich werden. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte mit Standardformaten arbeiten.
  • Vorsicht bei externen Festplatten: Sie sind schnell, einfach zu bedienen und auch kostengünstig. Aber auch sie müssen pfleglich behandelt werden und sollten nicht der einzige Backup-Platz sein. Vor allem wer häufig damit unterwegs ist, muss auf Datenverluste vorbereitet sein. Datenrettung ist auch hier möglich, aber unter Umständen aufwändig.
  • Richtig speichern auf RAID-Systemen: Wer mit RAID 0 arbeitet, muss wissen, dass er damit keine Sicherung betreibt. RAID 0 sorgt nur für einen schnelleren Datenzugriff durch die Verwendung zweier Festplatten. Es gibt keinerlei Redundanzen. Fällt eine der Festplatten durch einen Defekt aus, können die Daten nicht mehr rekonstruiert werden. Wer eine Datensicherung mit RAID realisieren will, muss mindestens RAID 1 verwenden.
  • Gone with Flash: Flash-Medien sind differenziert zu betrachten. Einerseits haben sie zwar weniger bewegliche Teile als herkömmliche Festplatten. Doch können bei USB-Sticks oder SD-Karten Kontakte korrodieren. Ein Zugriff ist dann nicht mehr möglich. Vor allem der oft nachlässige Transport der kompakten Medien sorgt für Risiken. Des Weiteren kommt es auch vor, dass die Controller der Medien versagen, genauso wie bei gewöhnlichen elektromagnetischen Platten. Datenverlust ist die Folge. Eine Rettung von Karte oder Stick ist keinesfalls weniger aufwändig als bei anderen Datenträgern.
  • Der Dreh mit dem digitalen Fernseher: Auch DVD-Rekorder bieten keine Sicherheit. Durch die weitgehend automatisierte Bedienung ist der Anwender oft auf den fehlerfreien Betrieb der Festplatte angewiesen und kann im Ernstfall das Gerät nur ausschalten. Bedienfehler liegen also in der Natur der Sache, da keine Speichermenues wie bei der Benutzung eines PC zur Verfügung stehen. Andere Probleme wie unvollständiges Hochfahren des Systems, Ausfall im Aufzeichnungsbetrieb oder Buffer-Overflow können ebenfalls zur Instabilität der Datensituation beitragen. Weitere Risikoquellen entstehen vor allem in Altbauten durch Stromschwankungen in der Gebäudeversorgung oder Blitzschlag.
  • Home Server-Lösungen mit doppeltem Boden: Wer sich Multimediaboxen kauft, sollte auf die Sicherungsmöglichkeiten achten. Eine RAID-Möglichkeit mit einer zweiten Festplatte sollte gegeben sein. Auch sollte man immer seine Software aktualisieren. Häufig bieten Service Pack Patches auch für die Datensicherung relevante Updates.
  • Auch wenn digitale Inhalte verloren gegangen sind, besteht immer Hoffnung: Als branchenweit führender Anbieter von Produkten und Services zur Datenwiederherstellung beschäftigt Kroll Ontrack zahlreiche Experten, die Content von jeder Festplatte retten und direkt auf tragbaren Multimediageräten rekonstruieren können. Dies schließt auch aufwändige Rettungsprozeduren in allen Betriebssystemumgebungen mit ein.

Kroll Ontrack bietet Produkte und Dienstleistungen zur Datenrettung an. Der größte Teil der auftretenden Schadensfälle bei strukturellen Problemen kann mit der Ontrack® EasyRecoveryTM-Software schnell und kostengünstig behoben werden. Die Version Ontrack EasyRecovery Data Recovery 6.12 unterstützt dabei etwa 400 verschiedene Dateiformate. Ontrack® EasyRecovery steht in einer Testversion auch kostenlos zum Download zur Verfügung. Damit kann der Nutzer in Eigenregie pro Suchlauf eine unzugängliche oder gelöschte Einzeldatei schnell und einfach wiederherstellen. Bei physikalischen Beschädigungen oder schwerwiegenderen logischen Problemen ist in den meisten Fällen eine Datenrettung in Reinraum und Labor möglich. Nach einer ersten unverbindlichen Diagnose gibt Kroll Ontrack ein verbindliches Angebot zur Datenrettung.