4 August 2015

Datenrettung in Unternehmen: schwierig, aber nicht unmöglich

Kroll Ontrack entwickelt neue maßgeschneiderte Lösungen, um auch bei den komplexesten Unternehmenssystemen Daten wiederherstellen zu können

Kroll Ontrack, Experte für Datenrettung und E-Discovery, hat heute Fortschritte bei der Datenrettung bekannt gegeben. Die neuen und innovativen Lösungen wurden dabei besonders auf die Enterprise-Storage-Systeme Infortrend EonStor und HP EVA zugeschnitten.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von EMC hat gezeigt, dass allein 2014 knapp zwei Drittel aller Unternehmen ungeplante Systemausfälle und Datenverluste erleiden mussten. Und 71 Prozent sind nicht voll davon überzeugt, dass sie Systeme und Daten wieder in dem Maß herstellen können, um ihre Geschäftsanforderungen erfüllen zu können[1]. Die neuentwickelten Technologien von Kroll Ontrack helfen Unternehmen dabei, die Herausforderungen der Datenrettung aus hochentwickelten Enterprise-Storage-Systemen zu meistern.

„Die Hardware entwickelt sich mit Lichtgeschwindigkeit. Und mittlerweile hat nahezu jeder Hersteller eine eigene proprietäre Methode zur Datenspeicherung. Dies führt dazu, dass die meisten Ausfälle in Enterprise-Systemen maßgeschneiderte Lösungen erfordern“, erläutert Peter Böhret, Managing Director, Kroll Ontrack GmbH. „Erschwerend kommt dabei noch das schiere Datenvolumen hinzu, das in diesen Systemen vorgehalten wird. Das erschwert die Datenrettung ungemein. In solch ausgeklügelten Umgebungen bedeutet Datenrettung, dass die Ausfälle aufmerksam untersucht, die proprietären Speichermethoden analysiert und entschlüsselt, die Systeme neu aufgesetzt und schlussendlich Lösungen zur Wiederherstellung kritischer Daten neu entwickelt werden müssen.“

Erst vor kurzem hat Kroll Ontrack erfolgreich Lösungen für zahlreiche Enterprise-Systeme entwickelt:

Infortrend EonStor RAID Array: Eine große britische Behörde musste auf die harte Tour lernen, dass selbst die als zuverlässig geltenden RAID6-Arrays nicht hundertprozentig gegen Ausfälle gefeit sind. Fast 24 TB an vertraulichen Daten gingen nach dem Ausfall zweier Festplatten verloren. Die Laufwerke wurden zwar getauscht, aber der Rebuild des Systems funktionierte nicht – auf die Daten konnte also nicht mehr zugegriffen werden. Jeder RAID Controller verwendet einzigartige Algorithmen und Paritäten, um ein RAID6 aufzubauen. Glücklicherweise konnten die Experten von Kroll Ontrack den komplexen Algorithmus des Herstellers entschlüsseln – dank eigens entwickelter Software-Werkzeuge. Diese ermöglichten eine erfolgreiche Wiederherstellung des RAID6-Arrays und können zukünftig bei der Datenrettung jedes RAID6 eingesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.krollontrack.de/cms/library/Infortrend-krollontrack-DE.pdf

HP StorageWorks EVA 6000:

Dass Wasser nicht unbedingt gut für IT-Technik ist, musste auch ein Kunde von Kroll Ontrack vor einiger Zeit feststellen. So verursachte ein teilweise überflutetes Rechenzentrum schwere Schäden an Servern und Storage-Systemen. Mit am schlimmsten betroffen war ein HP StorageWorks EVA (Enterprise Virtual Array) 600. Auf diesem waren sehr wichtige, unternehmenskritische SQL-Datenbanken und vertrauliche Mitarbeiterdaten gespeichert. Das extrem komplexe RAID-Mapping-System, das Daten über eine Vielzahl von Laufwerken verteilte, erforderte in Verbindung mit der proprietären Dateistruktur des Systems ein aufwendiges Reverse-Engineering. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Kroll Ontrack und ihre Softwareentwickler schafften es dennoch, vollständig neue Werkzeuge zu entwickeln, mit denen immerhin noch 86 Prozent der Daten erfolgreich gerettet werden konnten. Diese Werkzeuge haben die Datenwiederherstellung von den verbreiteten HP EVA Systemen revolutioniert und kamen seither bereits in zahlreichen weiteren Fällen zum Einsatz. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.krollontrack.de/cms/library/HP-EVA-krollontrack-DE.pdf