10 Januar 2012

IT-Trends 2012: Profitieren, ohne neue Risiken einzugehen

Kroll Ontrack bewertet die wichtigsten Entwicklungen 2012 unter der Perspektive der Datensicherheit

Die wichtigsten Technologie-Trends für das kommende Jahr 2012 umfassen Themen wie Virtualisierung, Cloud-Computing, Social Networking und Energie-Effizienz. Doch bei allem Enthusiasmus: Die meisten der zu erwartenden Entwicklungen stellen Unternehmen auch vor besondere Herausforderung bezüglich Datensicherheit, Datenwiederherstellung und sicheres Datenlöschen. Die Datenrettungsingenieure von Kroll Ontrack bewerten die Risiken der Top-Technologie 2011 und zeigen, worauf man achten sollte.

„In Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing, Social Networking und Energie-Effizienz stecken große Chancen für Unternehmen, ihre Geschäfte auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten voranzubringen“, so Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack. „Dennoch sollte man bei allem Enthusiasmus für diese Entwicklungen mehr als einen Seitenblick auf die Risiken haben, die mit den neuen Errungenschaften verbunden sind – damit sich die gesparten Kosten nicht etwa durch die Hintertür einer Sicherheitslücke wieder geltend machen.“

Die Evolution der Virtualisierung wird 2012 ungebremst voranschreiten und Ausgangspunkt für viele andere Trends sein, wie unter anderem das Analystenhaus Gartner betont. Ohne Zweifel bietet Virtualisierung große Chancen, etwa durch mehr Flexibilität und Hardware-Unabhängigkeit. Doch das Risiko des Datenverlusts bleibt bestehen. Auch in der virtuellen Welt werden Informationen letzten Endes immer auf einer Festplatte oder einem Tape gespeichert. Hardware-Unabhängigkeit bedeutet nicht, dass das Risiko des Datenverlustes durch Hardware-Fehler ausgeschlossen ist. Dazu kommen neue Risiken durch Fehlbedienung der komplexen Infrastruktur und mangelndes Training der Mitarbeiter. Daten von virtuellen Systemen wiederherzustellen erfordert wegen der komplexen Datenstrukturen sehr viel Fachwissen, ist aber mit Hilfe spezialisierter Tools auch hier meistens noch möglich. Trotzdem sollten Unternehmen nicht darauf vertrauen, dass ihre Daten in den vermeintlich sicher ausgelegten virtuellen Infrastrukturen nicht verloren gehen können. Vielmehr gehört eine Anpassung der Data-Recovery-Strategie bei der Einführung einer virtuellen Infrastruktur immer dazu.

Informationen zur Datenrettung bei virtuellen Systemen finden Sie hier: Virtuelle Datenrettung

Auch das Thema Cloud-Computing wird die Unternehmen 2012 weiter verstärkt beschäftigen. Nach einem kürzlich von Cisco Systems veröffentlichten Bericht steigt der Cloud-bezogene Netzwerk-Traffic jährlich um 66 Prozent. Flossen 2010 noch 130 Exabyte durch die Cloud-Netzwerke, rechnet Cisco 2015 mit 1,6 Zettabyte. Auch hier gilt wie beim Thema Virtualisierung: Cloud-Computing bietet zwar eine Speicheroptimierung ohne Bindung an eine dedizierte Infrastruktur, aber die Grundlage dieser Technologie bilden nach wie vor Hardwarekomponenten. Somit ist auch diese Speicherlösung nicht vor Datenverlust gefeit. Wichtig für die Kunden von Cloud-Diensten ist es, sich vor solchen Verlusten rechtlich abzusichern. Die Service-Level-Agreements sollten genau abstecken, für welche Fälle von Datenverlust der Anbieter wie gerade stehen muss.

Social Networking bleibt ein heißer Trend und findet immer häufiger den Weg in die Unternehmen. Diese stehen vor der Herausforderung, die neuen Möglichkeiten der kollektiven Wissenserzeugung für ihr Geschäft zu nutzen. Von der Perspektive der Datensicherheit aus wirft das jedoch einige Fragen auf, die Unternehmen beantworten müssen: Auf den Social Plattformen werden Inhalte erzeugt, die für das Unternehmen wertvoll sind. Wo lagern diese Inhalte physisch? Wie sind diese Lagerorte, die Festplatten und sonstigen Speichersysteme, geschützt? Außerdem steigt mit der stark wachsenden Menge an digitalen Inhalten der Bedarf an Speicher- und Daten-Management. Hohe Datenvolumen, wachsende Komplexität und hohe menschliche Interaktion lassen die Wahrscheinlichkeit eines Informationsverlusts stark ansteigen. Daher muss die Datensicherheitsstrategie auch die Nutzung von Social Media im Unternehmen wiederspiegeln.

Die zunehmende Nutzung von mobilen Geräten und der anhaltende „Bring your own Device“ (BYOD)-Trend stellen Unternehmen ebenfalls vor neue Anforderungen: Häufig lagert hier wertvolles unternehmenseigenes Wissen auf unzulänglich gesicherten Systemen. Dadurch entsteht Unternehmen ein doppeltes Risiko: Ohne konzise Backup-Strategie für die persönlichen Geräte droht wichtiges Wissen verloren zu gehen, wenn das Gerät gestohlen oder beschädigt wird. Auf der anderen Seite verbleiben diese Daten auf dem eigenen iBook oder iPad, auch wenn der Mitarbeiter das Unternehmen bereits verlassen hat. Daher benötigen Unternehmen im ersten Fall Services, die Daten unter Umständen auch von beschädigten Geräten wiederherstellen können. Und im zweiten Fall brauchen sie professionelle Lösungen, die für eine sichere Datenlöschung sorgen, ohne das Gerät selbst zu beschädigen. Weitere Informationen zur Datenrettung mobiler Datenträger finden Sie unter: Mobile Datenrettung

Letzteres betrifft auch den wirtschaftlichen Umgang mit ausgemusterten Geräten. Immer mehr Unternehmen verwerten abgeschriebene Computer, Server, Festplatten, Bandlaufwerke etc. indem sie ihnen andere Aufgaben in anderen Abteilungen zuführen oder sozialen Einrichtungen zur Verfügung stellen. Auch hier gilt: Sie sind verpflichtet, die vertraulichen Daten unwiederbringlich zu löschen, ehe sie die Geräte weitergeben. Die Problematik betrifft auch mobile Geräte, Laptops, virtuelle Infrastrukturen, USB-Sticks, Archiv-Bänder oder Memory Cards, die auf dem Gebrauchtmarkt zum Wiederverkauf angeboten werden. Immer wieder zeigen Stichproben, dass sich mit relativ einfachen Mitteln vertrauliche Daten auf den ehemaligen Firmenrechnern wiederherstellen lassen. Angesichts der zunehmenden Gerätevielfalt in Unternehmen werden deshalb auch Strategien für das sichere Löschen von Unternehmensdaten nötig. Informationen zur sicheren Datenlöschung finden Sie auf der folgenden Website: Datenlöschung

Auf Seiten der Speichermedien zählen auch Flash-Speicher zu den IT-Trends 2012. Vor allem die Solid State Disks werden immer speicherstärker und fallen langsam im Preis. Mit wachsender Verbreitung der Flash- und SSD-Technologie nimmt auch die Anzahl geschäftskritischer Daten, die auf ihnen gespeichert werden, zu. Daher sind effiziente Verfahren für die Datenrettung von Flash-Memories und SSDs für deren Anwender wichtig. Die größte Herausforderung für die Datenretter ist dabei die Vielfalt der Technologien im SSD-Markt – Standards haben sich noch nicht etabliert, die Hersteller greifen auf eigene Varianten der Technologie zurück. Da neue Produkte mit hoher Frequenz auf den Markt kommen, müssen die Datenrettungs-Ingenieure ständig am Ball bleiben, um Daten mit ihren Tools und Technologien erfolgreich von SSDs retten zu können. Für Anwender von SSDs bedeutet das aber auch, dass regelmäßige Backups noch wichtiger sind als bei herkömmlichen Datenspeichern. Denn je nach verwendeter Technologie kann die Datenrettung eventuell schwieriger sein, als bei einer klassischen Festplatte. Wie die Datenrettung von SSDs funktioniert, erfahren Sie unter: SSD Datenrettung

Die Dateningenieure von Kroll Ontrack sind auf diese Themen spezialisiert. Sie helfen Unternehmen und Privatanwendern bei der Wiederherstellung verlorener oder beschädigter Daten und beim Datenmanagement für Archiv-, Backup- und Speichersysteme. Dabei kommen mehrere Hundert Tools und Technologien zum Einsatz, die in den Kroll Ontrack Laboren eigens entwickelt wurden.