3 Februar 2010

Kroll Ontrack zur Steuersünder-CD: Datenträger enthalten versteckte Informationen zur Authentifizierung der Herkunft

Böblingen, 03. Februar 2010. Die derzeit in der politischen und öffentlichen Diskussion stehende Steuersünder-CD aus der Schweiz birgt weitere, für computerforensische Ermittlungen möglicherweise nützliche Information in sich. Davon geht Kroll Ontrack, führender Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Datenlöschung und Computer Forensik, aus. So ließe sich in einem derartigen Fall etwa nachweisen, woher die Daten ursprünglich stammen und ob sie tatsächlich authentisch sind. Zudem könnte man mithilfe computerforensischer Methoden auch die Identität des anonymen Anbieters ermitteln. Weitere Informationen zu computerforensischen Möglichkeiten finden sich unter www.krollontrack.de/Computerforensik.

Kroll Ontrack gibt zu bedenken, dass jegliche Art von digitaler Information, die auf einem Datenträger abgelegt wird, Spuren hinterlässt, die auf den ersten Blick für den Normalanwender nicht sichtbar sind. Mithilfe von speziellen Verfahren aus der Datenrettung und Computer Forensik ist es jedoch möglich, derartige digitale Spuren zu nutzen, um daraus Rückschlüsse auf verschiedene Details zu ziehen. Der Weg der Daten ist letztlich bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgbar, so dass etwa nachgewiesen werden kann, wann und an welcher Stelle die vertraulichen Informationen einen Ort verlassen haben, den sie offensichtlich nicht hätten verlassen dürfen. So lassen sich Rückschlüsse auf den Brennort einer CD ziehen. Logfiles können Zugriffe auf Datenbanken liefern, vorausgesetzt die Logfiles sind noch gespeichert. Betroffene Banken können ihrerseits durch die Eingrenzung der Mitarbeiter, die überhaupt die technischen Möglichkeiten für den Datenbankzugriff haben, gezielt Untersuchungen anstellen lassen. Die gerichtliche Verwertbarkeit von Daten muss allerdings von Fachjuristen beurteilt werden.