18 Oktober 2012

Stromschwankungen als Datenkiller

Kroll Ontrack gibt Tipps zum Schutz vor Datenverlust bei Stromnetzproblemen

Böblingen, 18. Oktober 2012. Windkraft- und Photovoltaikanlagen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der Anteil von erneuerbaren Energien in den deutschen Stromnetzen wächst dadurch immer stärker. Allerdings kann die relativ ungleichmäßige Einspeisung der Elektrizität in Verbindung mit dem dafür teilweise nicht ausgelegten Stromnetz zu Netzschwankungen und Spannungsspitzen führen. Diese können laut Kroll Ontrack, Experte für Datenrettung und Information Management, zu Datenverlusten führen.

„Die Energiewende ist nun bereits seit einiger Zeit nicht mehr nur politisches Thema, sondern auch wirtschaftliches und vor allem technisches. Denn durch das in einigen Regionen Deutschlands veraltete oder nur ungenügend ausgebaute Stromnetz kommt es immer wieder zu Netzschwankungen und Spannungsspitzen. Diese treten vor allem deswegen auf, weil sich die erneuerbaren Energiequellen nicht so einfach regulieren lassen wie die klassischen Kraftwerke und dadurch die gewonnene Energie auch nicht so gleichmäßig eingespeist wird. Dies kann dazu führen, dass die Strom-Infrastruktur überfordert ist und bei Störungen nicht entsprechend abpuffern kann“, erläutert Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack. „Wenn dann tatsächlich eine Spannungsspitze bei den Verbrauchern zu Hause auftritt, kann es in angeschlossenen IT-Geräten leicht zu Datenverlusten kommen. Zwar lassen sich die Daten nach Überspannungsschäden und ähnlichen Ereignissen häufig retten. Durch eine Reihe einfacher Vorsichtsmaßnahmen können Unternehmensanwender und vor allem Privatnutzer aber auch vorbeugen und sich wirksam vor solchen Datenverlusten schützen.“

Damit sich eine belastete Strom-Infrastruktur nicht in Datenverlusten niederschlägt, geben die Datenrettungsspezialisten von Kroll Ontrack folgende Tipps für den Umgang mit Datenträgern:

Überspannungsschutz: Zum Schutz vor Überspannung und Stromschwankungen ist es ratsam, IT-Geräte bei Nichtgebrauch abzuschalten und auch die Netzanschlusskabel auszustecken. Diese simple Vorsichtsmaßnahme schützt vor Spannungsstößen und Blitzeinschlägen und empfiehlt sich auch vor dem Urlaub. Nützlich für Privatanwender und kleinere Unternehmen sind auch Zwischenstecker bzw. Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz und einer Erdung gegen Stoßspannungen.

Datensicherung zur Prävention: Eine altbekannte Maßnahme wird in der Realität häufig vernachlässigt: Damit im Ernstfall möglichst wenige Daten verloren gehen, sollten auch Privatanwender mindestens einmal im Monat ihre Daten auf externe Datenträger sichern. Für Unternehmen empfiehlt sich ein regelmäßiges Backup aller Daten, eventuell auch mit einem Upload von Daten in die Cloud als Alternative zur externen Lagerung von Backup-Medien.

Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV): Für Unternehmen mit eigenen Netzwerk-Servern sollte eine USV zum Standard gehören. Sie sorgt für eine gleichmäßige Signalleistung ohne Unter- und Überspannungen und stellt über im Bedarfsfall zugeschaltete Akkumulatoren sicher, dass Server auch bei einem allgemeinen Stromausfall weiterlaufen. Aber auch Privatanwender, die in ihrem Haushalt die immer beliebter werdenden NAS-Laufwerke (Network Attached Storage) - die oftmals auf eine externe Stromquelle angewiesen sind - zur Speicherung ihrer privaten Daten verwenden, profitieren von kleineren USV-Anlagen.