18 November 2015

Aller guten Dinge sind 10: Kroll Ontrack präsentiert die verrücktesten Datenverluste 2015

Selbst der größte Schaden zeigt: Daten sind hart im Nehmen

Böblingen, 18. November 2015 – Auch dieses Jahr präsentiert Kroll Ontrack, Experte für Datenrettung und E-Discovery, wieder die skurrilsten, seltsamsten und verrücktesten Fälle aus seinen Datenrettungslaboren. Doch zum Glück sind Daten meist deutlich robuster als die Geräte, auf denen sie gespeichert sind.

Sie sind stärker als eine Lokomotive und überleben sogar lodernde Flammen. Nein, es geht hier nicht um Superman, sondern um Daten. Denn diese halten im Gegensatz zu den Geräten, auf denen sie sich befinden, glücklicherweise einiges aus. Das zeigt sich auch wieder in der Top 10 der verrücktesten Datenverluste aus den Kroll-Ontrack-Laboren. Egal ob nun ein iPad, das aus einem fahrenden Zug gefallen ist, ein mit Chemie überschüttetes Smartphone oder ein durchgebratener Laptop – die Datenrettungsexperten konnten trotz schwerer physischer Schäden alle Daten retten.

„Daten halten glücklicherweise einiges aus“, erklärt Peter Böhret, Managing Director Kroll Ontrack GmbH. „So besteht immer Hoffnung, dass verloren geglaubte Daten gerettet werden können. Unsere Datenretter haben nahezu jeden Datenverlust in irgendeiner Form bereits gesehen und können daher immer entsprechend reagieren, ob ein Gerät nun zerquetscht, verbrannt, ertränkt oder einfach komplett zerstört wurde.“

Hier die Top 10 der verrücktesten Datenverluste 2015 von Kroll Ontrack:

10. Sonnenstich im Serverraum (Deutschland)
Ein kleines deutsches Unternehmen führte Renovierungsarbeiten an seinem Bürogebäude durch – auch am Serverraum. Dabei entdeckte der Admin der Firma eines Freitags, dass die Planen, die den Server abdeckten, den Staub nicht zuverlässig abhielten. Daher beschloss er, den Server in einen Raum zu verlegen, der sich abseits der Renovierungsarbeiten befand. Doch nach einem sehr warmen und sonnigen Wochenende musste er montags feststellen, dass sich keiner der Mitarbeiter mehr am Server anmelden konnte. Die Ursache dafür war schnell gefunden: Ein Kollege hatte die Klimaanlage in dem Übergangs-Serverraum abgeschaltet, um das Eindringen von Staub zu verhindern. Dies verkraftete der Server natürlich nicht und starb den Hitzetod. Glücklicherweise konnten die Experten von Kroll Ontrack 99 Prozent der Daten wiederherstellen.

9. Lebenserhaltende Maßnahmen (Polen)
In Polen nutzte ein Kunde tatsächlich noch seinen Amiga 600 – der immerhin 1992 auf den Markt kam. Doch eines Tages ereilte diesen PC-Oldie tatsächlich auch die Altersschwäche und er stellte den Betrieb ein – ganz ohne Unfall oder menschliches Versagen. Auch hier hatte Kroll Ontrack die passenden Werkzeuge zur Hand und konnte dem Amiga sogar wieder Leben einhauchen. Denn für den Kunden war der antike Rechner mehr als nur eine Maschine – er war voller Kindheitserinnerungen.

8. Murphys Gesetz (Norwegen)
Ein Privatanwender machte in Norwegen eigentlich alles richtig. Nach einem Datenverlust brachte er seine defekte Festplatte zu einem IT-Fachmann. Doch während des Klonens der alten Festplatte auf ein Backup-Laufwerk passiert es: die Putzkraft der Firma ließ die Platte fallen – und diese war danach endgültig kaputt. Aber der IT-Experte schaltete schnell und schickte den Datenträger direkt zu Kroll Ontrack. So konnten trotz eines akuten Falls von „Murphys Gesetz“ immerhin noch 98,9 Prozent der Daten gerettet werden.

7. Und täglich grüßt das Murmeltier (Polen)
Die polnischen Datenrettungsexperten von Kroll Ontrack hatten dieses Jahr ein großes Déjà vu. Denn ein RAID-Server mit 22 Laufwerken, der bereits früher wiederhergestellt worden war, wurde erneut mit einem Datenverlust ins Labor geliefert. Grund für den wiederholten Datenverlust: Der Kunde hatte die vermeintlich funktionierenden Laufwerke nach der ersten Wiederherstellung einfach weiter benutzt. So kam eins zum anderen: Kein Backup (schon wieder), der Server brach zusammen (schon wieder) und die Laufwerke wurden an Kroll Ontrack geschickt (schon wieder). Und die Moral von der Geschicht‘: Benutz‘ ein eventuell defektes System nicht.

6. Verdünnte Daten (Polen)
„Ich habe Farbverdünner über meinen Laptop geschüttet. Ich bin schon auf dem Weg zu euch!“ Mit diesen Worten kündigte sich ein Kunde bei Kroll Ontrack Polen an. Dieser hatte beim Versuch, eine besondere Wandfarbe für seine Frau zusammenzumischen, aus Versehen Farbverdünner über seinen Laptop geleert. Das Gerät überlebte zwar nicht, die Daten aber dank seiner schnellen Reaktion glücklicherweise schon – 100 Prozent konnten gerettet werden.

5. Heißblütiges Temperament (USA)
Manche werfen bei Wutausbrüchen mit Geschirr, eine US-Amerikanerin nahm lieber ihr Notebook. Erwartungsgemäß vertrug das den Aufprall gegen die Wand und anschließend den Boden nicht wirklich gut. Nichtsdestotrotz konnten die Datenrettungsexperten von Kroll Ontrack alle Daten retten.

4. Der Rasenmähermann schlägt zu (Großbritannien)
Dass die Briten auf gepflegten Rasen Wert legen, weiß man nicht zuletzt dank dem heiligen Grün in Wimbledon. Doch ein Kunde von Kroll Ontrack UK nahm es mit der Gartenpflege etwas zu genau. Beim Mähen seines Rasens überfuhr er sein Smartphone, das ihm aus der Tasche gefallen war. Doch obwohl die Begegnung mit den Mähermessern das Gerät sichtbar mitgenommen hatte, konnten die Daten vollständig wiederhergestellt werden.

3. iPad-Mord im Orient-Express (Großbritannien)
Dass Züge durchaus ein gefährliches Pflaster sein können, wissen wir nicht erst seit Agatha Christy und Hercule Poirot. Doch auch elektronische Geräte leben auf Schienen gefährlich. Ein Brite ließ tatsächlich sein iPad versehentlich aus einem fahrenden Zug fallen – mitten im Nirgendwo. Zwar wurde das Tablet überraschenderweise wiedergefunden, aber es war schwer beschädigt und nicht mehr zu benutzen. Die Touch-Oberfläche war zerstört und reagierte nicht mehr auf Eingaben, Display, Akku und der Lightning-Stecker waren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Aber für eine Datenrettung am schwerwiegendsten: durch einen Elektronikfehler startete das Gerät alle zwei Minuten neu. Das bedeutete, dass die Datenretter jeweils nur ein Fenster von wenigen Sekunden hatten, um Daten wiederherzustellen. Dennoch konnten schlussendlich 100 Prozent der Daten gerettet werden.

2. iPhone-Verschönerung (Italien)
Eine Italienerin war am Ende des Tages mit Abschminken beschäftigt. Dabei stieß sie versehentlich ihre Abschminklotion um – die natürlich genau über ihr iPhone floss. Durch die Kombination aus Chemikalien und Flüssigkeit startete das Gerät nicht mehr, es konnten also nur die Datenretter von Kroll Ontrack helfen. Dabei betonte die Dame während des Telefonats mit der Hotline immer wieder, dass die Reinigungslotion von einer sehr bekannten Kosmetikmarke war. Und tatsächlich – dank des Knowhows der Experten (und der hohen Qualität der Lotion?) konnten die Daten vollständig gerettet werden.

1. Feuer wird durch Wasser gelöscht – Daten aber auch (Großbritannien)
Wenn alle Daten auf einem Laptop liegen, kein Backup existiert und das Gerät erst durch einen Wohnungsbrand zerstört und anschließend von der Sprinkleranlage unter Wasser gesetzt wird, kann man mit Fug und Recht von einem schlechten Tag sprechen. Genau das passierte einem Kunden von Kroll Ontrack in Großbritannien. Doch obwohl das Gerät die Konsistenz eines Steaks hatte – gut durchgebraten und gleichzeitig schön saftig – konnten die Datenretter 100 Prozent der Daten wiederherstellen.