10 September 2014

Urlaub passé, Fotos ade?

Kroll Ontrack gibt Vorsorgetipps und zeigt Verhaltensmaßnahmen auf, wenn die Urlaubsfotos verschwunden sind

Böblingen, 10. September 2014 – Die schönste Zeit im Jahr wird von deutschen Urlaubern jedes Jahr mit unzähligen Fotos, aufgenommen mit den unterschiedlichsten Geräten, wie z.B. Handy, Kompakt- oder hochwertiger digitaler Spiegelreflexkamera, dokumentiert und für die Erinnerung festgehalten. Ferne Länder, Familienfotos, glückliche Kinder und Selfies vor imposanter Kulisse sollen die Emotionen und Erinnerungen wieder aufleben lassen, wenn man zurück in den eigenen vier Wänden ist. Doch leider kommt es immer wieder vor, dass die Fotos plötzlich verschwunden sind – sei es durch ein Missgeschick und eigenes Verschulden oder durch einen technischen Defekt. Kroll Ontrack, der Spezialist für Datenrettung und Datenmanagement, erklärt, worauf Urlauber achten sollten und was im Falle einer Beschädigung oder des Verlusts von Kamera oder SD-Karten getan werden kann.

Auf der diesjährigen Photokina, die vom 16. bis zum 21. September in Köln stattfindet, werden wieder rund 200.000 Besucher erwartet, die sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Fotokameras freuen. Das Thema Datenwiederherstellung wird dabei jedoch oft vernachlässigt und gewinnt meist erst dann für den Einzelnen an Bedeutung, wenn es schon zu spät ist. Dabei ist es so schnell geschehen: aus Versehen – bei grellem Sonnenlicht am Strand – die Löschtaste gedrückt. Oder das Handy beziehungsweise die Kamera sind ins Wasser, schlimmstenfalls ins Salzwasser, gefallen und die empfindliche Elektronik wurde dadurch beschädigt. Häufig passiert es auch, dass die Datenübertragung zum PC aus Versehen abgebrochen wurde – auch hier sind zunächst einmal häufig die Bilder futsch.

Tastatur mit Faustschlägen traktiert, Festplatte beschädigt, Kamera mit dem Auto überfahren
Die Szenarien, was alles passieren kann, sind so vielfältig wie kurios. So war kürzlich eine Mutter von drei Kindern verzweifelt, als sie nach dem Urlaub – die gesamten Urlaubsfotos waren bereits auf den Computer übertragen – den Computer starten wollte und eine Fehlermeldung erschien. Heraus kam, dass eins der Kinder aus Wut während eines Computerspiels mit den Fäusten auf die Tastatur eingeschlagen hatte. Oder der Fall eines weltbekannten Radfahrers und Fotografen, der Fotos und Videos seiner 40.000 Kilometer langen Benefiz-Radtour auf einer Festplatte gespeichert hatte, die aufgrund starker Beschädigung nicht mehr funktionierte. Oder der Mann, der beim Parken die Autotür öffnete, um festzustellen, dass er zwei Parkplätze belegte. Dabei fiel die Fotokamera aus der Tür und der Besitzer überfuhr sie beim Korrigieren der Parkposition mehrmals. In allen Fällen konnte Kroll Ontrack die vielen Fotos wiederherstellen.

Damit für Sie derartige Missgeschicke nicht zum Desaster werden, gibt Kroll Ontrack folgende Tipps für den Schutz der Fotos im Vorfeld und der Schadensbegrenzung, wenn es doch passiert ist:

  1. Vermeiden Sie Bedienfehler: Machen Sie sich mit der Funktionsweise Ihrer Kamera vertraut und lesen Sie die Gebrauchsanweisung. Ändern Sie den Anzeigenmodus nicht, bevor die Kamera das Bild verarbeitet und gespeichert hat. Ganz wichtig ist auch: Unter keinen Umständen die Speicherkarte entfernen, während Bilder auf den Rechner geladen werden. Wenn die Speicherkarte mit der Verarbeitung der Fotos fertig ist, entfernen Sie die Karte und trennen Sie den Reader vorschriftsmäßig. Setzen Sie nicht alles auf eine Karte und speichern Sie auf mehreren Speichermedien. Nach dem Urlaub laden Sie die Fotos so bald wie möglich auf den Computer.
  2. Sichern Sie Ihre Daten mit einem Backup: Mit einem Backup sind Ihre Fotos gesichert, wenn Kamera oder SD-Karte beschädigt werden oder abhandenkommen. Egal, ob Sie dafür externe Festplatten, DVDs oder den Online-Speicher Ihres Handyanbieters nutzen, im Problemfall können Sie Ihre Daten leicht wiederherstellen und der Ärger wird deutlich geringer ausfallen.
  3. Vorsicht beim Erwerb von Fake-Karten: Wenn Karten nicht direkt im Fachhandel gekauft werden, kann es passieren, dass man eine gefälschte Karte erwischt, die dann nicht über die ausgewiesene Kapazität verfügt. Das heißt, der Speicher ist schneller voll als geplant und die Bilder werden im schlimmsten Fall nicht gespeichert.
  4. Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen: Was im Alltag wegen gut geschützter Internetverbindungen genügt, kann auf Reisen unzureichend sein. Checken Sie deshalb die Stärke Ihres Passworts, die Einstellungen für Cookies und dass die Anti-Viren-Software aktiv ist. So verringert sich die Gefahr, sich beim Surfen über einen WLAN-HotSpot oder in einem Internet-Café einen Virus einzufangen, wenn Sie dort zum Beispiel Fotos vom Handy herunterladen. Auch wenn Sie eine Speicherkarte oder einen USB-Stick nutzen, sollten Sie diese vor der Verwendung zu Hause überprüfen, um sich keinen Virus einzuschleppen. Wenn Sie außerdem die automatische Bluetooth- und Internet-Verbindung deaktivieren, haben Sie unter Kontrolle, wann Ihr Gerät auf Netzwerke zugreift und damit auch angreifbar ist.
  5. Bringen Sie die Systeme auf den neuesten Stand: Software-Updates enthalten oft Fehlerkorrekturen und schließen Sicherheitslücken. Deshalb sollten Sie regelmäßig prüfen, ob neue Versionen verfügbar sind und diese installieren. Auch Hardwarekomponenten können durch sogenannte Firmware-Updates aktualisiert werden. Generell gilt: Je aktueller der Systemstand, desto schneller, sicherer und stabiler das Gerät.
  6. Schützen Sie Kamera und Handy vor äußeren Einflüssen: Wer auch am Pool oder Strand fotografieren möchte, sollte die Kamera in einer Hülle vor Sand und Spritzwasser schützen und während des Gebrauchs lieber etwas Abstand zum Wasser und planschenden Personen halten. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Geräte nicht zu sehr erhitzen – also nicht stundenlang in der prallen Sonne liegen lassen. Falls die Kamera doch mal sehr heiß geworden ist, gilt: Lassen Sie die Kamera in Ruhe abkühlen, bevor Sie sie wieder in Betrieb nehmen.
  7. Im Verlustfall: Erfahrungsgemäß ist die Diebstahlgefahr im Urlaub größer als zu Hause. Sei es, weil man durch die neuen Eindrücke abgelenkt und weniger aufmerksam ist oder weil sich Diebe auf Touristen spezialisiert haben. Hat man seine Kamera tatsächlich verloren, hilft im deutschsprachigen Raum ein Blick beziehungsweise eine Suchmeldung auf folgendes Forum, die einen eigenen „Lost and found-Bereich“ haben: http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1475022
  8. Im Ernstfall Ruhe bewahren: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass Sie Ihre Fotos aus Versehen löschen oder Kamera bzw. SD-Karte beschädigt werden. Selbst wenn es auf den ersten Blick scheint, als ob die Daten verloren sind, muss das nicht unbedingt der Fall sein. Ein Notebook mit einer mutmaßlich beschädigten Festplatte sollte vorsichtig transportiert werden. Schütteln oder Zerlegen kann den Schaden noch schlimmer machen. Finger weg auch von Haartrocknern bei einem Wasserschaden oder dem Kühlschrank bei überhitzten Speichern. Entnehmen Sie die SD-Karte dem Gerät und bewahren Sie an einem trockenen und kühlen Ort auf. Oft entstehen irreversible Schäden an den Dateien erst durch die eigenen Rettungsversuche. Kroll Ontrack, Spezialist für Datenrettung und Datenlöschung, verfügt über ein weltweites Netz an Laboren, in denen Ihre Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit gerettet werden können. Vor der finalen Auftragserteilung an die Datenrettungsspezialisten steht eine umfassende Beratung und Voranalyse, bei der die rettbaren Inhalte festgestellt werden und Sie entscheiden können, ob und was Sie retten wollen. Damit sind Sie in jeder Hinsicht auf der sicheren Seite.